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Stadt Celle startet Sorgentelefon für Kinder und Corona-Hotline

18:54 28.01.2021
Von Oliver Gatz
Die Stadt Celle startet eigene Hilfsangebote für die Bürger: ein Sorgentelefon für Jugendliche und eine Hotline zu allen Themen rund um Corona, die in Vorbereitung ist.
Die Stadt Celle startet eigene Hilfsangebote für die Bürger: ein Sorgentelefon für Jugendliche und eine Hotline zu allen Themen rund um Corona, die in Vorbereitung ist. Quelle: Patrick Pleul
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Celle

Angesichts des anhaltenden Lockdowns und wachsender Unsicherheit in der Bevölkerung startet Oberbürgermeister Jörg Nigge eigene, städtische Hilfsangebote für die Bürger: ein Sorgentelefon für Jugendliche und eine Hotline zu allen Themen rund um Corona, die in Vorbereitung ist.

Homeschooling – Herausforderung für Celler Kinder

„Mittlerweile kaum wohl kaum jemand von sich behaupten, nicht unter den Folgen zu leiden“, weiß Nigge. „Neben den Senioren drohen vor allem unsere Kinder zu den großen Verlierern zu werden“, warnt der Oberbürgermeister. Sie blieben am Ende auf der Strecke: Homeschooling stelle eine nahezu unerfüllbare Herausforderung dar – und auch das Fehlen der sozialen Kontakte richte vor allem bei den Jüngsten einen nicht wiedergutzumachenden Schaden an. Um in dieser „sich zuspitzenden Lage“, wie Nigge es bezeichnet, etwas Halt zu bieten, ruft die Stadt Celle ab heute erneut ein Sorgentelefon für Jugendliche ins Leben.

Damit eröffnet das Team Jugendarbeit Rat- und Hilfesuchenden ein Angebot, das diese täglich zwischen 9 und 21 Uhr kostenlos nutzen können. Die Jugendbetreuer Ingo Bloeß und Marcus Laube sind beide unter Telefon (05141) 125440 erreichbar. Wer möchte, schaut sich dazu auch das entsprechende YouTube-Video an. Hier sind die wichtigsten Infos zum Sorgentelefon „Helpline“ zusammengefasst.

Oberbürgermeister Nigge: Kinder und Jugendliche die Leidtragenden

„Dieses Angebot gab es in einer anderen Form bereits im vergangenen Frühjahr. Ein Jahr später sind Kinder und Jugendliche noch immer verstärkt Leidtragende, ohne dass dies außerhalb von Familien in der Gesellschaft wahrgenommen wird“, konstatiert der Oberbürgermeister. "Waren es zu Beginn der Pandemie vorrangig die wirtschaftlichen Folgen der Zukunft, die zu Lasten der jungen Generationen gingen, so sind es nun vermehrt die zu erwartenden Auswirkungen aus fehlenden sozialen Kontakten und dem Ausfall von adäquaten Bildungsangeboten. Beides wird noch einmal verschärft durch die sich dadurch immer stärker öffnende soziale Kluft." Hier wolle man mit eigenen Mitteln Unterstützung anbieten.

Hotline der Stadt Celle für Fragen rund um Corona

Auch zu allen Themen rund um Corona hat die Stadt wieder eine Hotline in Vorbereitung. Sozialdezernentin Susanne McDowell dazu: „Es zeigt sich, dass die allgemeinen Informationen häufig Verwirrung stiften und weitere Fragen aufwerfen. Ebenso wenig wie die Jugendlichen dürfen die Senioren mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen werden. Immer mehr Menschen wenden sich hilfe- und ratsuchend an die Verwaltung und den Seniorenbeirat, weil die herkömmlichen Informationskanäle nicht ausreichend seien. Daher schließt die Celler Stadtverwaltung mit dem neuen Serviceangebot eine Lücke um den Menschen im Corona-Alltag weiterzuhelfen.“

Merkblatt zum Thema Impfen für Celler Senioren in Arbeit

Ab Montag, 1. Februar, kann sich daher der betroffene Personenkreis von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unter Telefon (05141) 128922 bei offenen Fragen zum Thema Corona informieren. Vormittags betreut der Seniorenbeirat die Hotline direkt. In Zusammenarbeit mit der Stadt konnte die Erreichbarkeit darüber hinaus bis in den Nachmittag ausgedehnt werden. Zum Thema Impfen ist außerdem in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat ein Merkblatt in Arbeit, das zusätzliche Hilfestellung geben und mit dem Schreiben der Stadt an die betroffene Personengruppe versendet werden soll.

Christian Link 28.01.2021
Michael Ende 28.01.2021
Oliver Gatz 28.01.2021