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Celle Stadt Sonnen- und Schattenseiten: Wechselbad der Emotionen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sonnen- und Schattenseiten: Wechselbad der Emotionen
13:30 13.06.2010
Birte Gäbel
Birte Gäbel Quelle: Aneka Schult
Celle Stadt

Birte Gäbel (26), Frontfrau und Songwriterin der Band „Birte und der alltägliche Wahnsinn“, verzaubert in Kunst & Bühne ihr Publikum nicht nur mit Charme und ihrer „norddeutschen Frohnatur“, sondern auch mit deutschen Texten, die nicht von schiefem Glamour, sondern von frontaler Empfindung und ironischen Blicken auf unsere Zeit und unser Dasein leben.

Die Band, die Birte dabei durch funkige Popmusik und eine gesunde Prise Soul und Jazz unterstützt, das sind: Mads Rohde (Hamburg) an der Gitarre, Björn Dumke (Hamburg) am Bass und Raphael Becker-Foss (Berlin) am Schlagzeug, nicht zu vergessen Rike Pfeiffer und Lena Jeschke (Hamburg), die charmanten blonden Background-Sängerinnen, die mit gewichtigem Hintergrund-Gesang Birte an den Tasten begleiten. Der Mix aus unterhaltsamen Parts, Birtes lockeren Kommentaren, lustigen und nachdenklichen Songs fesselt den Zuhörer. Die natürliche, souveräne Art der Frontfrau verströmt eine Aura, der man sich ebenso wenig entziehen kann wie den jungen, am Zahn der Zeit pulsierenden, eindringlichen musikalischen Innenansichten. Der Titelsong der aktuellen CD heißt nicht zufällig „Ungeschminkt“. Einer Maske bedarf es nicht. Birte zeigt, was da ist, ob Selbstzweifel, Unsicherheit oder Liebe, Selbstbehauptung oder unbeantwortete Fragen nach Sinn, Schicksal und Glück. Das spiegeln auch die Songtitel „Meine Zeit“ und „Is’ doch egal“, „Es wird still“ oder „Blitzableiter“, „Was ist Freiheit“ oder „Sonne und Schatten“. Ein Wechselbad der Emotionen, wie das Leben – mit einer sympathischen Besonderheit: „Du siehst alles von der Schattenseite, und fragst mich ganz im Ernst, ob es bald heller wird, warum’s nicht wärmer wird? Sieh’s doch mal von der Sonnenseite“, lautet ein Text. Frische Wärme, dass der Schnee schmilzt. Der Reggae-Song „Ich trag’ die Sonne im Herzen“ hätte sogar das Zeug, als Sommerhit 2010 durch alle Medien zu laufen.

Von Aneka Schult