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Celle Stadt Silvester- und Neujahrskonzerte mit langer Tradition
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Silvester- und Neujahrskonzerte mit langer Tradition
18:03 29.12.2015
Celle Stadt

In Celles „Kunst und Bühne“ ist an Neujahr um 17 Uhr eine Hommage an Edith Piaf mit der Sängerin Beatrice Kahl angekündigt. Viel mehr aber bietet Celle an diesen Tagen im Konzertbereich nicht.

Die traditionsreichsten Neujahrskonzerte in Hannover dürften diejenigen des hannoverschen Staatsorchesters und des Neuen Ensembles in der Kestnergesellschaft sein. Während das große Orchesterkonzert in der Staatsoper gleich zweimal, nämlich um 12 Uhr und um 19.30 Uhr gegeben wird, findet das ganz andere, alternative Neujahrskonzert nur einmal statt. Alljährlich kann man dort Ausschnitte aus den „Märschen, den Sieg zu verfehlen“ von Mauricio Kagel gemixt mit anderen neuen Klängen hören. Dazu gibt es Rollmöpse und Aspirin. Dieses Konzertformat hat inzwischen für einen kleinen, aber feinen Interessentenkreis geradezu Kultcharakter. Die beiden Orchesterkonzerte bedienen hingegen die üblichen Neujahrkonzerterwartungen: Es gibt zunächst Klänge von Johann Strauss und Kollegen bevor sich Dirigentin Karen Kamensek filmmusikalischen Klängen widmet, für die sie immer ein gutes Händchen hat.

In Hamburg kann man dieser Tage unter anderem sowohl an Silvester als auch an Neujahr ganz traditionell Beethovens 9. Sinfonie in der Laeiszhalle erleben. Dieses Stück gibt es in Hannover nicht, dafür aber, durchaus ungewöhnlich, Bachs Weihnachtsoratorium mit den Teilen IV bis VI in der Neustädter Kirche. Der Celler Dirigent Stephan Doormann wird dort Silvester um 18 Uhr den Taktstock heben.

Wer dann gleich in Hannover bleiben will, der kann ein paar Meter weiter in der Marktkirche wie jedes Jahr um 22 Uhr Orgelklängen lauschen. Dieses Mal spielt Ulfert Smidt zusammen mit einem Saxophonisten.

Ganz anders und hochambitioniert wird das Silvesterkonzert der Hamburger Philharmoniker unter Kent Nagano. Dass Nagano das Kyrie aus Bachs h-Moll-Messe mit einen Schlüsselwerk der Moderne, mit Bernd Alois Zimmermanns „Ich wandte mich und sah an alles Unrecht“ kombiniert und dazu noch die kaum zu hörenden Fest- und Gedenksprüche von Johannes Brahms gesellt, das macht dieses Programm zu etwas ganz Besonderem.

Von Reinald Hanke