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Celle Stadt Schicksal schlägt viermal zu: Cellerin wird in drei Jahren Vollwaise
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schicksal schlägt viermal zu: Cellerin wird in drei Jahren Vollwaise
19:16 26.12.2015
Celle Stadt

Bis zu jenem Tag im Sommer 2013 lebten die Hausmanns (die Namen wurden von der Redaktion verändert) als ganz normale Familie: Der Vater ging arbeiten, die Mutter betreute den dreijährigen Sohn und Tochter Sara-Marie besuchte die Schule. Als der Anruf kam, ahnte Elisabeth Hausmann noch nicht, wie schwer das Schicksal zugeschlagen hat: Ihr Mann hatte im Büro einen Herzanfall erlitten und war in die Klinik gebracht worden. Als sie dort ankam, war ihr Mann bereits gestorben.

Die damals 13-jährige Sara verkraftete den plötzlichen Tod ihres Vaters nur schwer. Eine große Stütze wurden ihre Großeltern, die Tochter und Enkelin bei jedem Gang zur Seite standen. Nach einigen Monaten zog Elisabeth Hausmann mit ihren beiden Kindern in das alte Häuschen ihrer Eltern, um mit deren Hilfe wieder arbeiten gehen zu können.

Im Frühjahr 2014 traf sie das Schicksal erneut: Der inzwischen fünfjährige Björn kletterte, im Garten auf einen Baum, stürzte und landete unglücklich auf dem Hinterkopf. Wochenlang liegt der Junge im Koma. Nach neun Monaten in der Reha-Klinik und Therapie geht es ihm heute besser – er wird aber behindert bleiben.

Nach langem Suchen fand Elisabeth Hausmann eine rollstuhlgerechte Wohnung und zog mit den Kindern um. Nur wenige Monate Ruhe war der kleinen Familie gegönnt, dann folgte im Sommer 2015 der nächste Schicksalsschlag: Saras Großmutter verstarb unerwartet. Ihre Mutter musste sich jetzt auch um den untröstlichen Großvater kümmern.

Und dann ist tatsächlich die Welt der Schülerin zusammengebrochen: Anfang November findet Sara ihre Mutter leblos im Bett. Fünf Tage kämpft Elisabeth Hausmann in der Klinik – ihre Tochter Sara stets an ihrer Seite – dann ist ihre Kraft zu Ende. Als Vollwaise kehrt das Mädchen zu ihrem Bruder zurück. Nach außen scheint sie halbwegs gefasst, noch hat das Trauma sich nicht gelöst.

Die Nachbarfamilie hatte schon zu Beginn des Dramas Björn bei sich aufgenommen. Jetzt sind sie auch sehr um Sara bemüht. Trotz enger Finanzen versucht die fünfköpfige Familie alles, um die beiden so vom Schicksal gebeutelten Kinder zu stabilisieren. Sara hat zwei große Wünsche zu Weihnachten: „Endlich Ruhe“ und „dass mein Bruder und ich zusammen bleiben können!“ Und die potenzielle Pflegemutter ergänzt „die beiden Kinder brauchen dringend Erholung und wieder etwas Freude im Leben.

So können Sie helfen

Helfen können Sie hier und in anderen Fällen mit Ihrer Geldspende. Das Konto des gemeinnützigen Vereins „Mitmenschen in Not“ läuft unter dem gleichnamigen Stichwort mit der IBAN DE38257500010000009910 bei der Sparkasse Celle (BIC: NOLADE21CEL). Spendenbescheinigungen werden ab einer Summe von 200 Euro ausgestellt, sofern ein Hinweis auf dem Überweisungsträger enthalten ist. Bei Spenden bis 200 Euro reicht dem Finanzamt Celle der Bankbeleg.

Von Doris Hennies