Radweg-Projekt

Stadt setzt auf Leader-Programm

Ein neues Radweg-Projekt in Celle soll 145.000 Euro kosten. So soll es finanziert werden.

  • Von Michael Ende
  • 02. Nov. 2020 | 15:42 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Michael Ende
  • 02. Nov. 2020 | 15:42 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Zusammen mit Nachbargemeinden Förder-Chancen nutzen – das will Celle. Deshalb hat sich die Stadt mit ihren Ortsteilen Altenhagen, Garßen, Groß Hehlen und Klein Hehlen jetzt um die Aufnahme ins Leader-Förderprogramm 2021–2027 beworben. Sie will mit der Gemeinde Eschede, der Samtgemeinde Lachendorf und der Samtgemeinde Meinersen und weiteren Partnern die Leader-Region „Lachte-Lutter-Oker“ bilden. Eines der Ziele: ein Radweg-Projekt, das so viel kostet wie ein Einfamilienhaus.

EU-Fördergelder im Visier

Die EU unterstützt mit Leader seit 1991 modellhaft "innovative Aktionen" im ländlichen Raum. Die aktuelle Förderperiode der EU läuft jetzt aus, die neue Förderperiode umfasst den Zeitraum bis 2027. Mit Beginn der neuen Förderperiode wird ein Wettbewerb ausgeschrieben; deshalb ist eine Bewerbung als Leader-Region erforderlich. Bei Anerkennung als Leader-Region erhält diese ein Budget, das sie für die Umsetzung eigener Projekte einsetzen kann. Bisher lag das Budget je nach Größe der Region bei bis zu 2,8 Millionen Euro, die Förderquote betrug bis zu 80 Prozent.

Leader-Region „Lachte-Lutter-Lüß“

Von 2007 bis 2013 war die Stadt Celle als Teil einer Leader-Region „Lachte-Lutter-Lüß“ bereits tätig. In der Förderperiode 2014–2020 war die Stadt Teil einer ILE-Region ohne eigenes Budget. "Die Beteiligung in einer Leader-Region ist durch das 'eigene' Budget allerdings weitaus attraktiver", so Celles Stadtbaurat Ulrich Kinder. Konkret für die Ortsteile Altenhagen, Garßen, Groß Hehlen und Klein Hehlen sei die Machbarkeitsstudie „Ausbau der Freizeit- und Tourismusinfrastrukturen – Rad-Rundweg“ erstellt worden, so Kinder: "Ein Konzept, das sowohl ortsteilbezogene Einzelvorhaben als auch ortsteilübergreifende Ideen durch die Anknüpfung an überregionale Rad- und Wanderwege verbindet."

Geschätzte Kosten: 145.317 Euro

Die Planungskosten werden auf 26.993,96 Euro beziffert. Eine Umsetzung des Konzepts solle noch in diesem Jahr beantragt werden. Dadurch könne die Bewilligung und Förderung noch in der laufenden Förderperiode erfolgen, so der Stadtbaurat: "Andernfalls würde die Umsetzung verschoben, die Antragstellung wäre dann erst 2023 oder 2024 möglich." Eine Kostenschätzung für das Radweg-Projekt habe die stolze Summe von 145.317 Euro ergeben. Kinder: "Das bedeutet, dass eine Umsetzung ohne Förderung nicht möglich ist."

Gut für die Infrastruktur

Der Stadtrat hat bereits dafür votiert, nach den Leader-Geldern zu greifen. Auch der Ortsrat Groß Hehlen, Scheuen, Hustedt habe sich dafür ausgesprochen, so Ortsbürgermeister Axel Fuchs (CDU): "Alles, was unsere Infrastruktur stärkt, ist gut. Jetzt hoffen wir erst einmal, dass wir den Zuschlag bekommen."