Wieder "Querdenker"-Demo

150 Celler protestieren gegen Corona-Regeln

Sie nennen sich selbst "Freidenker" und haben genug von Lockdown und Pandemie. Am Samstag protestierten sie in Celles Altstadt. So lief die Demo.

  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 27. Feb 2021 | 16:05 Uhr
  • 14. Jun 2022
  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 27. Feb 2021 | 16:05 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

Während die Corona-Zahlen seit vergangener Woche auf hohem Level stagnieren, mancherorts wieder ansteigen und mehr und mehr Fälle von aggressiven Virus-Mutationen nachgewiesen werden, demonstrierten am Samstag in der Celler Altstadt rund 150 Menschen unter dem Motto "Celle steht auf! Gemeinsam friedlich für Wahrheit und Freiheit" gegen die Corona-Regeln und für ein sofortiges Ende des Lockdowns.

Maskenpflicht wird meist eingehalten

Schon bevor die Gruppe vom Schützenplatz aus loszog, wies der Versammlungsleiter wiederholt darauf hin, dass die geltenden Corona-Regeln eingehalten werden müssen. Nicht etwa aus Gründen des Infektionsschutzes, sondern weil sonst zu befürchten sei, dass die Demonstration noch vor Ankunft am Großen Plan aufgelöst werde. Die große Mehrheit der Teilnehmer hielt sich an die Vorgaben und trug Maske, wenn teilweise auch mit provozierenden Botschaften "verschönert". Nur einigen wenigen Demonstranten rutschte die Maske immer wieder unters Kinn, andere zückten bei jeglicher Konfrontation mit den Ordnungshütern ihr Attest.

Plakate fordern "sofortiges Lockdown-Ende"

Angeführt von zwei Bussen der Polizei marschierten sie begleitet von Trommelschlägen und Schlagermusik durch die Altstadt. Mit Plakaten taten sie dabei ihrer Meinung kund. Sie zeigten Parolen wie "Sofortiges Ende des Lockdowns" oder "Freiheit für unsere Kinder!". Bei so manchem Marktbesucher lösten die Demonstranten dabei Kopfschütteln aus. "Dumm, einfach nur dumm!", kommentierte ein Rentner den vorbeiziehenden Zug.

Polizei kontrolliert Maskenpflicht

Bei der Abschlusskundgebung am Großen Plan musste die Polizei dann allerdings häufiger eingreifen und die selbst ernannten "Freidenker" sowie interessiert stehenbleibende Passanten auf die geltende Maskenpflicht hinweisen. Wer den Worten der Polizisten nicht Folge leisten wollte – oder kein Attest zur Befreiung vorweisen konnte, wurde unter Androhung eines Bußgeldes weggeschickt.