Kriminalstatistik Celle

Tötungsdelikte machten bundesweite Schlagzeilen

Weniger Einbrüche, mehr Kinderpornografie und eine historisch hohe Aufklärungsquote: In der Kriminalstatistik blickt die Polizei auf ein bewegtes Jahr zurück.

  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 23. März 2021 | 15:32 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Marie Nehrenberg-Leppin
  • 23. März 2021 | 15:32 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Hinter der Celler Polizei liegt im Großen und Ganzen ein erfolgreiches Jahr. 71,1 Prozent aller Fälle konnten die Ermittler aufklären und liegen damit sogar über dem Niedersachsen-Durchschnitt. "Bei allen Problemen im Zusammenhang mit Covid 19 blicken wir auf ein polizeilich erfolgreiches Jahr 2020 zurück", sagt Eckart Pfeiffer, Leiter der Celler Polizeiinspektion.

Historisch hohe Aufklärungsquote der Polizei Celle

Insgesamt ist die Zahl der registrierten Straftaten mit 11.580 Fällen leicht niedriger als im Vorjahr (11.806). Nichtsdestotrotz wurde Celle auch 2020 von einigen Verbrechen erschüttert, die über die Landkreisgrenze hinaus für Schlagzeilen sorgte. Bundesweites Aufsehen erregte unter anderem der tödliche Messerangriff auf einen 15 Jahre alten Jungen im April 2020 durch einen psychisch kranken Mann sowie ein Raubüberfall auf einen Juwelier in Verbindung mit zweifachem Totschlag aus Notwehr im September 2020. Die Aufklärungsquote lag bei 82,35 %.

Mehr Kinderpornografie und Rauschgiftdelikte

Der Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit der Celler beamten liegt im Bereich Diebstahl (25,6 Prozent), Rohheitsdelikte (21,8 Prozent) sowie Vermögens-und Fälschungsdelikte (16,2 Prozent). Enorm gestiegen sind die Fallzahlen im Bereich Kinderpornografie, Rauschgiftdelikte und Gewalt gegen Polizeibeamte.

Weniger Einbrüche dank Corona

Auffällig rückgängig hingegen ist die Einbruchsquote. Angezeigt wurden nur noch 144 Fälle (2019:240), davon 58 Versuchstaten. Dieser signifikante Rückgang bestätigt zum einen den Trend der zurückliegenden Jahre, ist zum anderen aber auch den veränderten Verhältnissen durch die Corona-Pandemie (Homeoffice, fehlende Urlaubsreisen) geschuldet.