Celle Stadt

Pauken hat ein Ende: Celler Referendare feiern Examen

Dass das Referendariat im Spannungsfeld zwischen Lehren und Lernen nicht immer ganz einfach ist, ist wohl ein offenes Geheimnis. „Wer glaubte, er wäre strukturiert und gut vorbereitet, merkte schnell: Ein Glück ist noch Luft nach oben“, beschrieb Anna-Lena Stöckmann nicht ohne gewissen Galgenhumor die ersten Wochen am Celler Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 11. Juni 2018 | 17:27 Uhr
  • 12. Juni 2022
Die Abschlussfeier der angehenden Gymnasiallehrer fand am 08.06.2018 im Celler Kreistagssaal statt.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 11. Juni 2018 | 17:27 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle Stadt.

Gemeinsam mit 20 weiteren angehenden Lehrerinnen und Lehrern freute sich Stöckmann am Freitag im Kreistagssaal über ihr frisch bestandenes Staatsexamen.

„Wir sind über uns selbst hinausgewachsen, konnten unsere Persönlichkeit stärken und endgültig darin bestätigt werden, dass der von uns gewählte Beruf der richtige ist“, ergänzte Jennifer Arndt, die zusammen mit Stöckmann die Absolventenrede hielt. Und auch diesmal hatte sich der frischgebackene Gymnasiallehrer-Nachwuchs für die Examensfeier etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Sag's mit Musik“ lautete offenbar das Motto, denn der kurzweilige Redebeitrag rund um Schüleraktivierung, Tafelbilder und Methodenvielfalt wurde an passender Stelle immer wieder von humorvollen musikalischen Einspielern ergänzt: „Du schaffst das schon“ von Rolf Zuckowski etwa war da zu hören, ebenso wie „Nur gut wenn keiner guckt“ von Max Raabe oder „Einer wird immer meckern“ von den Wise Guys.

Lange und manchmal verzweifelte Stunden am Schreibtisch, große Anspannungen und kurze Nächte, um den unterschiedlichsten Erwartungen gerecht zu werden – nein, der dreisemestrige Vorbereitungsdienst auf das Lehramt an Gymnasien ist wahrlich kein Zuckerschlecken. „Wenn es uns gelungen ist, Sie für diesen wichtigen und wundervollen Beruf zu begeistern, dann wäre uns das eine Freude“, erklärte Studienseminarleiterin Angelika Spanholtz. „Wir hoffen, wir konnten Sie mit den notwendigen Kompetenzen ausstatten, die es Ihnen ermöglichen, die vielschichtigen und hohen Anforderungen des Schulalltags auf Dauer erfolgreich zu bewältigen.“

Ausbilderin Helga Schucht ermunterte die angehenden Pädagogen zudem, die Welt in ihre Klassenzimmer zu holen. „Nur in der Kenntnis des anderen lassen sich Standpunkte entwickeln, lässt sich dem Puls der Zeit etwas entgegensetzen. Bereiten Sie die Schülerinnen und Schüler auf die Welt vor, lassen Sie die Welt in Ihrem Klassenzimmer nicht zu einer anderen Welt als die der Schülerinnen und Schüler werden.“ (mat)

Von Christina Matthies

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