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Celle Stadt Erstmals im AKH: OP-Roboter im Einsatz
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OP-Roboter im AKH Celle im Einsatz

14:59 11.10.2021
Von Katharina Baumgartner
High-Tech zum Wohle der Patientinnen und Patienten: Im AKH ist bald erstmals ein OP-Roboter im Einsatz.
High-Tech zum Wohle der Patientinnen und Patienten: Im AKH ist bald erstmals ein OP-Roboter im Einsatz. Quelle: Intuitive Surgical, Inc.
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Celle

Premiere im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle: Zum Jahreswechsel wird es erstmals roboterunterstützte Operationen am AKH geben – für Eingriffe in den Bereichen der Urologie, Gynäkologie, Viszeral- und Thoraxchirurgie steht dann ein vielseitiger Operationsroboter bereit. „Das ist ein weiterer Schritt, um das AKH zukunftssicher aufzustellen und so den Menschen in unserer Region auch in den kommenden Jahren die bestmögliche medizinische Versorgung bieten zu können“, sagen die beiden AKH-Vorstände Martin Windmann und Franz Caesar.

Quelle: Intuitive Surgical, Inc.

Roboter operiert, wo es für Menschen schwierig wird

Die Vorteile dieser Technologie: Es werden Eingriffe an Stellen möglich, die für menschliche Operierende nur schwer oder oftmals gar nicht erreichbar sind. Zudem sind die Eingriffe stets minimalinvasiv, die notwendigen Schnittwunden höchstens zwei Zentimeter groß. Für die Operierenden ist die allgemeine Sicht besser, da Organe und Instrumente räumlich und vergrößert dargestellt werden, die Instrumente sind zudem äußerst beweglich und lassen sich millimetergenau steuern – somit werden Behandlungsrisiken weiter minimiert. Zudem ist der Kraftaufwand für die Operierenden geringer, was bei langen Operationen die Arbeit erleichtert und damit präziser macht.

Speziell geschulte Operierende steuern Technik

„Wichtig zu betonen: Der Operationsroboter führt niemals eigenständige Bewegungen aus, er wird immer von einem zuvor speziell geschulten Operierenden gesteuert“, unterstreichen Windmann und Caesar. „Er ist also stets der verlängerte Arm der Mediziner und kein eigenständiger Operateur. Die Maschine ersetzt also nicht den Menschen, sondern ist ein hochmodernes Hilfsmittel.“

Quelle: Intuitive Surgical, Inc.

Zum Jahreswechsel sollen dann die ersten Operationen folgen

Momentan läuft die erste dreimonatige Schulungsphase – die Operierenden lernen dabei anhand von Computersimulationen das System bis ins kleinste Detail kennen. Zum Jahreswechsel sollen dann die ersten Operationen mit dem OP-Roboter folgen.

Leiter des neuen Zentrums für Robotische Chirurgie am AKH ist PD Dr. med. Wieland Raue, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Eingriffe mit der neuen Technologie sind dabei eine ganz normale Kassenleistung – es muss nichts zugezahlt werden. Die Entscheidung, ob der OP-Roboter eingesetzt wird oder nicht, treffen die zuständigen Ärzte, der geplante Ablauf des Eingriffs wird dabei vorher mit den Patienten besprochen.

Quelle: Intuitive Surgical, Inc.

Medizinisches Spektrum des AKH erweitert

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der Etablierung roboterunterstützter Operationen das medizinische Spektrum des AKH sinnvoll erweitern und den Patienten einen echten Mehrwert bieten können. Diese Technologie gehört in einigen anderen Häusern schon zum Standard und findet bei Behandelten und Behandelnden gleichermaßen großen Zuspruch“, erklären Windmann und Caesar abschließend. „Wir unterstreichen damit auch die Attraktivität des AKH als hochmodernen Arbeitgeber und können aufgeschlossenen Ärzten einen zusätzlichen Einsatzbereich bieten. Also eine absolute Win-Win-Situation – die zu diesem Zeitpunkt der Umsetzung zudem noch durch zweckgebundene Bundesmittel des Krankenhauszukunftsgesetzes gefördert wird.“

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