Goldener Internetpreis

Respektvoll und sicher im digitalen Netz

Der ComputerTreff des Celler Seniorenstützpunktes ist durch den Beitrag "Senioren aktiv im Netz - SelbstFAIRverständlich mit Respekt!“ für den Preis nominiert.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 26. Sep 2021 | 14:00 Uhr
  • 14. Jun 2022
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  • 26. Sep 2021 | 14:00 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

„Senioren aktiv im Netz - SelbstFAIRverständlich mit Respekt!“ - mit diesem Projekt hat sich der ComputerTreff des Celler Seniorenstützpunktes für den Goldenen Internetpreis beworben, der alle drei Jahre beim Deutschen Seniorentag verliehen wird. Aus 110 Einträgen wurden 14 Nominierte ausgewählt. Der Beitrag des ComputerTreffs ist für den Sonderpreis der Deutschen Telekom „Respekt – aktiv für einen fairen Umgang im Netz!“ nominiert worden.

Sabine Hantzko, seit 2011 im Seniorenstützpunkt aktiv, ist stolz über die Nominierung: „Das ist eine riesengroße Ehre.“ Die Bewerbung sei ziemlich kurzfristig gewesen. Sie haben es einfach mal versucht, berichtet Hantzko. Mit der Nominierung sind sie schon weit gekommen. Am 24. November findet die Preisverleihung in Hannover statt.

Seniorenstützpunkt zeigt ComputerTreff-Teilnehmern den Umgang mit dem Internet

„Es ist ganz wichtig, dass Senioren auch im Internet respektvoll behandelt werden, dass sie geschult werden, dass sie ermutigt werden und jemanden an der Seite haben“, erläutert die Leiterin des Seniorenstützpunktes den Hintergrund des Projekts. Ein Zeichen von Respekt sei für sie auch das Verständnis dafür, dass die älteren Menschen nicht alles wissen. Das müssen sie auch nicht. „Auch wenn jemand nicht ins Internet will, ist das okay.“ Außerdem solle untereinander respektiert werden, dass jeder einen anderen Kenntnisstand habe. „Jeder lernt Sachen zu einem anderen Zeitpunkt“, sagt sie.

Sabine Hantzko erläutert die Ziele

„Wir wollen zur Seite stehen, beraten, Tipps geben, wie man sich beispielsweise bei unbekannten Mails verhält“, fährt Hantzko fort. „Eine gewisse Sicherheit erlangen durch Kenntnisse.“ Es gehe darum, Ängste zu nehmen. Als Beispiel hierfür nennt sie das Softwareprogramm Zoom. Die CopmputerTreff-Teilnehmer haben nicht gewusst, wie es funktioniert, sie haben Angst gehabt.

Kurse für Laptop, Tablet, iPad/iPhone oder Smartphone - es ist alles dabei

Genau für solche Situationen ist der ComputerTreff da. Es werden verschiedene Kurse zum Laptop, Tablet, iPad/iPhone oder Smartphone angeboten. Das Angebot werde gut angenommen, so die Seniorenstützpunktleiterin. Die Kurse seien fast alle ausgebucht. Das Ziel sei, Verhaltensweisen für bestimmte Situationen zu entwickeln und einzuüben, damit ältere Internetneulinge nicht allein vor dem PC sitzen und, gelähmt vor Angst, falsche Entscheidungen treffen.

Vor Corona haben die Teilnehmer eng beieinander gesessen, zusammen geschaut und Informationen ausgetauscht, berichtet Helmut Weißflog, ehrenamtlicher Laptop-Kursleiter. „Sie haben sich gegenseitig geholfen, der eine weiß das, der andere das. Ich komme dazu, wenn es nicht weiter geht.“ Die Pandemie habe das Konzept durcheinandergebracht, jetzt gebe es Frontalunterricht. Die Teilnehmer sitzen abstandsgetreu auf ihren Plätzen. „Wir hoffen, dass wir bald zu unserem vorherigen Konzept zurückkehren können“, sagt der Ehrenamtliche.

Von Katharina Jäger

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