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Celle Stadt Diagnostik und Therapie noch schonender möglich
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Neues System im AKH ermöglicht schonende Diagnose bei Dünndarmerkrankungen

14:48 14.05.2021
Mit der neuartigen endoskopischen Eingriffs-Methode sind Diagnostik und Therapie bei Dünndarmerkrankungen im AKH Celle jetzt noch schonender und umfangreicher möglich.
Mit der neuartigen endoskopischen Eingriffs-Methode sind Diagnostik und Therapie bei Dünndarmerkrankungen im AKH Celle jetzt noch schonender und umfangreicher möglich.
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Celle

Für Diagnostik und Therapie von Dünndarmerkrankungen wird im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle seit Kurzem eine neuartige endoskopische Eingriffs-Methode eingesetzt – die sogenannte „Power-Spiral-Enteroskopie“. Notwendige Eingriffe sind damit noch schonender und gleichzeitig umfangreicher möglich.

Sensibles Gebilde

Mit einer Länge von etwa sechs Metern ist der Dünndarm der längste Teil des menschlichen Verdauungstrakts. Aufgrund seiner stark gewundenen Lage und Enge ist er erst seit einigen Jahren der Endoskopie zugänglich. Immer häufiger wird es dabei beispielsweise nötig, verborgene Blutungsquellen oder Entzündungen im Dünndarm aufzuklären. Das äußerst sensible Gebilde muss bei Diagnostik und Therapie dabei besonders behutsam behandelt werden, was jetzt mit der weltweit neuen und im AKH eingesetzten Methode der „Power-Spiral-Enteroskopie“ der Firma Olympus noch besser gelingt als zuvor.

Einstieg in ganz neue Technologie

„Diese Technik stellt den Einstieg in eine ganz neue Technologie dar. Vereinfacht gesagt wird dabei der Dünndarm mithilfe einer speziellen motorisierten Spiral-Vorrichtung vorsichtig aufgefädelt und das Endoskop praktisch im ,Selbstfahr-Modus‘ durch einen Elektromotor ausgesprochen schonend durch den Verdauungstrakt gezogen“, erläutert Professor Dr. Stephan Hollerbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie/Endoskopie am AKH. „So sind auch bislang eher schwer zugängliche Bereiche ohne Operation für diagnostische und vielfach auch therapeutische Zwecke zu erreichen.“ Eine Sensor-gesteuerte Vorrichtung verhindert dabei, dass zu viel Druck auf die Dünndarmwände ausgeübt wird – ein zusätzliches Plus an Sicherheit.

Mit einer Länge von etwa 6 Metern ist der Dünndarm der längste Teil des menschlichen Verdauungstrakts.

Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen Methoden: Da das Endoskop im Dünndarm größtenteils selbst fährt, kann das Restrisiko einer möglichen Verletzung des Dünndarmgewebes durch die Endoskop-Spitze noch weiter minimiert werden.

Einzige Klinik, die diese Methode schon einsetzt

„Wir sind derzeit meines Wissens die einzige Klinik im erweiterten Umkreis, die diese besonders schonende und effektive endoskopische Eingriffs-Methode schon einsetzt“, sagt Professor Hollerbach. „Die erstmaligen Anwendungen der Power-Spiral-Enteroskopie in Celle waren ein voller Erfolg. Das System lässt sich äußerst präzise steuern und kontrollieren, so dass beste Behandlungsergebnisse bei sogar kürzerer Eingriffsdauer erzielt werden können. Jetzt werden wir weitere Erfahrungen mit der Methode sammeln und können als spezialisierte Klinik die notwendigen Eingriffe auch überregional anbieten.“

Von Klaus M. Frieling

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