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Celle Stadt Lebendig und orientiert am Besucher
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lebendig und orientiert am Besucher
14:52 13.06.2010
Axel Lohöfener (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle, übergab den Museumspreis 2009 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an Juliane Schmieglitz-Otten (rechts), Leiterin des Celler Residenzmuseums, und Dr. Jochen Meiners, Direktor des Bomann-Museums.
Axel Lohöfener (Mitte), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle, übergab den Museumspreis 2009 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an Juliane Schmieglitz-Otten (rechts), Leiterin des Celler Residenzmuseums, und Dr. Jochen Meiners, Direktor des Bomann-Museums. Quelle: Peter Müller
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„Angesichts des kulturellen Reichtums der Stadt Celle gäbe es hier eigentlich ständig etwas zu fördern und auszuzeichnen“, sagt Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, anlässlich der Verleihung des Museumspreises 2009 im Festsaal des Celler Schlosses. Träger des mit 12500 Euro dotierten Preises ist das zum Bomann-Museum gehörende Celler Residenzmuseum, dessen Leiterin Juliane Schmieglitz-Otten mit berechtigtem Stolz die begehrte Plakette in Empfang nahm. „Sie gehören zur Avantgarde der Museumslandschaft“, betonte Mang vor den rund 60 geladenen Gästen, „Ihr Museum stärkt das Identifikationsgefühl der Menschen zu ihrer Region durch innovative und spannende Vermittlungsmethoden.“

Erfrischend humorvoll und hintergründig erheiternd gab sich Jury-Mitglied Martin Eberle aus Gotha in seiner Laudatio: „Sie sind im positivsten Sinne eine Diva“, kokettierte er mit Schmieglitz-Otten. „So ist es Ihnen im Celler Residenzschloss als einem authentischen Ort gelungen, eines der landesgeschichtlich bedeutsamsten Museen Niedersachsens einzurichten und in kürzester Zeit zu etablieren.“

Maßgeblich für die Jury sei vor allem „das stimmige, elegante und interessante Konzept“ gewesen, das sich an alle Altersstufen und sozialen Schichten der Besucher wende. Das Museum arbeite in vorbildlicher Weise besucher- und zielgruppenorientiert. Und die historischen Personen wie etwa Eléonore d´Olbreuse blicken nicht einfach aus ihrem Bilderrahmen auf die Besucher herab, sondern verwickeln sie in Gespräche und erzählen.

Ob höfische Formen, Etiketten oder Zeremoniell – die lebendige Präsentation macht die Geschichte des Königreiches Hannover und der Residenzstadt Celle in besonderem Maße erfahrbar und nachvollziehbar. Und dies verdiene die Auszeichnung durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

Von Rolf-Dieter Diehl