Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Langjähriger Rechtsstreit nach Hundebiss
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Langjähriger Rechtsstreit nach Hundebiss
15:01 13.06.2010
Frank Deffke kämpft seit Jahren um sein Recht.
Frank Deffke kämpft seit Jahren um sein Recht. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

An besagtem Datum ging Deffke mit seinem Mischling Joschi in Hambühren spazieren. Das Ehepaar S. begleitete ihn. Plötzlich sei ihnen der ihnen bekannte Schäferhund von Herr Z. entgegengeeilt, um mit Joschi zu spielen. „Joschi flüchtete und zog mich vom Gehweg hinunter in ein abschüssiges Gelände“, berichtet der 66-jährige Deffke. Dann sei ein weißer Schäferhund hinzugekommen. Er biss Joschi laut Aussage von Deffke in den Rücken und verletzte ihn im Bauchbereich. Deffke und Herr S. versuchten Joschi zu befreien. Deffke setzte erfolglos Pfefferspray ein. Er wurde nach eigenen Angaben im Getümmel ins Bein gebissen.

Herr Z. habe Herr S. und ihn während ihrer Rettungsversuche ohne erkennbaren Grund beschimpft und bedroht. Frau Z. habe dann den weißen Hund weggezogen. Erst da sei der Halter dieses Hundes, Herr F., aufgetaucht. „Er fragte, ob etwas mit den Hunden passiert sei“, so Deffke. Herr Z. habe ihn unterdessen weiter beschimpft, so Deffke. „Plötzlich rief Herr S. ‚Achtung!'. Ich drehte mich und riss den rechten Arm hoch. Es könnte sein, dass ich dabei unbeabsichtigt Pfefferspray versprüht habe“, erzählt Deffke. Jedenfalls sei Herr Z. auf ihn zugekommen und habe ihm einen Karabinerhaken an den Kopf gehauen.

Diese Abfolge führte zunächst zu drei Strafverfahren. Herr Z. gab an, durch Pfefferspray am Auge verletzt worden zu sein und verlangte von Deffke eine lebenslange Rente. Das Amtsgericht Celle verurteilte Deffke zu einer Strafe von 400 Euro. Herr Z. ging in Berufung. Dieses Verfahren ist am Landgericht Lüneburg noch anhängig. Das zweite Verfahren eröffnete Deffke gegen Herr Z. wegen des angeblichen Angriffs mit dem Karabinerhaken. Beim dritten Verfahren ging Deffke gegen Herr F. wegen Joschis Bisswunden und der eigenen Verletzung vor. Die anderen beiden Verfahren beziehen sich auf Falschaussagen von Herr F. und Frau Z., gegen die Deffke angeht. „Herr Z. ist kriminell. Er versucht sich die Rente zu erschleichen. Man kann nur den Kopf schütteln, wie der Staat reagiert“, sagt Deffke.

Von Paul Gerlach