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Celle Stadt Kinder machen in Celle Führerschein für Miniatur-Mehrtonner
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kinder machen in Celle Führerschein für Miniatur-Mehrtonner
15:19 13.06.2010
Merle (links) und Keno Cordua lassen sich von Christian Marlik den richtigen Umgang mit dem ferngesteuerten Truck erklären.
Merle (links) und Keno Cordua lassen sich von Christian Marlik den richtigen Umgang mit dem ferngesteuerten Truck erklären. Quelle: Melanie Schneid
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Bei den „Heidetruckern“ auf dem Grundstück der CD-Kaserne, durften sie einen originalgetreuen Modell-LKW fernsteuern. Wenn sie dann auch noch um Hindernisse herum und im Slalom an an Miniaturtonnen vorbei fahren konnten, bekamen sie sogar einen „Truck-Führerschein“ ausgehändigt.

„Das ist eigentlich schon mein zweiter Führerschein“, gab Tilman Kleinschmidt zu, nachdem er die „Pappe“ ausgehändigt bekam. Dem Achtjährigen habe es im vergangenen Jahr so gut bei den Heidetruckern gefallen, dass er auch in diesem Jahr wieder mit dabei war. „Es war auch nur ein kleines Bißchen schwierig“, sagte er, schließlich habe zuhause jetzt auch einen eigenen ferngesteuerten Truck.

Eine eigens für die Modellfahrzeuge angelegte Straßenanlage mit kleiner Baustelle, Autobahnbrücke und Rastplatz gibt es aber wohl nur bei den Heidetruckern. Einmal wöchentlich leben die Brummi-Fahrer dort ihr Hobby aus und steuern die teils wertvollen und vor allem liebevoll selbstgebauten Miniatur-Mehrtonner über die Anlage. Für Probefahrer wurde extra ein spezieller Fahrschulwagen angeschafft, mit dem auch die Ferienpass-Kinder unterwegs waren. „Der ist robuster als manch anderes Modell, da ist es nicht so schlimm wenn man mal irgendwo gegen fährt“, erklärte Christian Marlik.

Der dreijährige Keno Cordua war von den Trucks jedenfalls begeistert. Er brauchte beim Steuern zwar noch ein wenig Hilfe, hätte aber am liebsten sofort noch eine Runde gedreht. Seine Zehnjährige Schwester Merle hat ihren Führerschein hingegen auch ohne Hilfe mit Bravur bestanden. „Kleine Mädchen fahren meistens besser“, weiß auch Marlik. „Sie fahren mit mehr Gefühl und wollen nicht so rasen.“ Egal ob Mädchen oder Junge, Spaß gemacht hat es allen, selbst die Eltern hätten zum Teil am liebsten mitgespielt.

Von Melanie Schneid