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Celle Stadt Kahlschlag in Klein Hehlen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kahlschlag in Klein Hehlen
17:06 04.12.2015
Von Gunther Meinrenken
Herma Rauls, Manuele Jahnecke, Maik Schwelp und Ursula Wegner (von links) wollen nicht hinnehmen, dass in ihrer Wohnanlage bis zu 200 Bäume gefällt werden.
Herma Rauls, Manuele Jahnecke, Maik Schwelp und Ursula Wegner (von links) wollen nicht hinnehmen, dass in ihrer Wohnanlage bis zu 200 Bäume gefällt werden. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

"Ich bin 2007 hierher gezogen, auch weil es so schön grün ist. Die Bäume spenden Schatten und bieten dem Auge Erholung. Ich kann nicht verstehen, dass die alle verschwinden sollen", regt sich sich Wegner auf. Zusammen mit anderen Bürgern sammelt sie derzeit Unterschriften. In den Geschäften des Ortsteils liegen Listen aus. Bisher sind schon über 200 Unterschriften gegen den Kahlschlag zusammengekommen. "Kopien wollen wir Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende übergeben, die Originale wollen wir an Herrn Trautsch schicken", erzählt Wegner.

Mendes Einflussmöglichkeiten sind begrenzt. Das Gelände gehört der DGI. Und deren Geschäftsführer Christoph F. Trautsch klingt nicht so, als würde er sich von seinen Plänen abbringen lassen. "Die Pflege und der Unterhalt der Bäume kosten die Mieter pro Jahr insgesamt etwa 20.000 Euro. Darüber hinaus sind viele Bäume zu nah an den Gebäuden und verursachen im Laufe der Zeit Feuchtigkeitsschäden", begründet er den geplanten Kahlschlag. Einzelne alte Bäume sollen stehen bleiben. "Ich möchte keine sterile Wohnanlage", sagt er.

Trautsch will das Erscheinungsbild der Siedlung allerdings auch noch aus anderen Gründen verändern. "Es ist mein Wunsch, dass die zahlreichen Kinder endlich einmal wieder auf großen Grünflächen spielen können", teilt er mit. Außerdem sei es sein Ziel, die Gehwege ohne Wurzelschäden so anzulegen, dass ältere Menschen zu Fuß, als auch mit dem Rollstuhl die gesamten Grünanlagen, Spielplätze und den Weiher gefahrlos erreichen können.

Wann die Bäume fallen sollen, stehe noch nicht endgültig fest. "Der Beginn der Aktion ist witterungsabhängig, aber definitiv werden wir im ersten Quartal des kommenden Jahres damit beginnen", so Trautsch. Ein bisschen Zeit bleibt den Klein Hehlenern also noch, ihren Vermieter von seinen Plänen abzubringen.