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Im Kreißsaal des Celler AKH wird's ernst

18:05 04.05.2022
Von Oliver Gatz
Die angehenden Hebammen Jana Heesch (links) und Swantje Söhn absolvieren ihren Praxiseinsatz im AKH Celle.
Die angehenden Hebammen Jana Heesch (links) und Swantje Söhn absolvieren ihren Praxiseinsatz im AKH Celle. Quelle: AKH Celle
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Celle

Die Hebammenausbildung in Deutschland wurde kürzlich umfassend reformiert. Sie erfolgt seitdem als duales Studium – akademisches Lernen und berufspraktische Ausbildung werden also miteinander verbunden. Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Celle ist dabei Praxiseinrichtung der studierenden Hebammen der MHH Hannover.

Fünf angehende Hebammen am Celler AKH

Insgesamt fünf angehende Hebammen sind derzeit für den praktischen Teil des dualen Studiums im AKH. Eine davon ist Jana Heesch. „Ich hatte schon länger überlegt, Hebamme zu werden. Mit den Änderungen bei der Ausbildung habe ich nun meinen Studiengang gewechselt und das duale Studium angefangen – und das war die absolut richtige Entscheidung. Es macht mir enorm Spaß, vor allem auch der erste praktische Teil hier in Celle“, sagt die 23-Jährige. „Ich bin super aufgenommen worden. Man hat mir das ganze Haus gezeigt – und besonders natürlich den Kreißsaal.“

Für Mitstudentin Swantje Söhn gab es während der Wochen im AKH sogar gleich richtig was zu tun. „Ich war bereits bei einer Geburt dabei und konnte schon unterstützen. Das war natürlich aufregend“, freut sich die 20-Jährige.

Unterstützung bei Geburten im Kreißsaal des Celler Krankenhauses

„Praxis heißt bei uns halt wirklich Praxis“, sagen Katharina Jaurisch und Heike Rachner mit einem Schmunzeln – die beiden sind Leiterin und stellvertretende Leiterin des Kreißsaal-Teams. Die angehenden Hebammen sind sofort Teil dieses Teams, von Anfang an werden sie an verschiedene Abläufe herangeführt – natürlich immer angeleitet von den etablierten Kräften. „Und wir stehen jederzeit bereit, um Fragen zu beantworten“, so Jaurisch und Rachner.

Ausbildung zur Hebamme wurde reformiert

Die Veränderungen bei der Hebammen-Ausbildung gehen zurück auf eine EU-Richtlinie. Die besagt unter anderem, dass es Menschen ermöglicht werden muss, Gesundheitsberufe überall in Europa auszuüben. Dabei wurde für den Hebammenberuf unter anderem festgeschrieben, dass künftig eine zwölfjährige allgemeine Schulbildung Voraussetzung für die Ausbildung ist.

Ein weiterer Grund für die neue Ausbildung innerhalb eines dualen Studiums waren Veränderungen im Berufsbild „Hebamme“ selbst. Es sind neue Arbeitsinhalte dazugekommen, das eigenständige Arbeiten hat zugenommen – und es gibt immer mehr gesetzliche Anforderungen.

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