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Celle Stadt Hinterbebauung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Hinterbebauung
14:02 13.06.2010
Celle Stadt

„Die grundsätzliche Frage ist nur, darf man im hinteren Teil eines Grundstücks bauen oder nicht“, erklärt Claudia Rösing. Die Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung, Bauen und Kreisentwicklung beim Landkreis Celle weiß, dass die Frage nach dem Ob von vielen Faktoren abhängig ist.

„Im sogenannten Innenbereich, das heißt innerhalb des Dorfes oder der Stadt, muss sich die beabsichtigte Bebauung nach der Art, zum Beispiel Gewerbe oder Wohnen, nach dem Gebäudevolumen und nach dem konkreten Standort an die Gegebenheiten der umgebenden Bebauung anpassen“, erklärt Rösing. Für Hinterlandbebauung muss der rückwärtige Grundstücksbereich durch eine vorhandene zweite Zeile oder durch andere weit in den rückwärtigen Bereich hineinreichende Bebauung vorgeprägt sein. „Unter diesen Umständen ist es gut möglich, dass eine Baugenehmigung erteilt werden kann.“

Im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes muss dieser ein entsprechendes Baufenster freihalten, damit Hinterlandbebauung zugelassen werden kann. Außerhalb der bebauten Ortsteile ist eine Genehmigung sehr unwahrscheinlich, weil der Außenbereich grundsätzlich von Bebauung freigehalten werden soll. Wichtig ist auch, dass die Erschließung, zu der die Zuwegung zur öffentlichen Straße gehört, gegeben und rechtlich gesichert ist.

Vor Kauf eines Grundstückes, sollte man sich informieren, ob eine Bebauung möglich ist. „Sonst ist man nachher Besitzer einer überteuerten Wiese“, meint Rösing. „Eine Beratung bei der zuständigen Bauaufsicht ist kostenlos und kann vor Ärger schützen.“ Falls hier eine klare Entscheidung getroffen werden kann, ob nun für oder gegen das Vorhaben, weiß der Grundstückseigentümer zumindest Bescheid.

„Falls die Bauaufsicht ad hoc keine Entscheidung treffen kann, weil der Sachverhalt einer genaueren Prüfung bedarf, sollte eine Bauvoranfrage beim Landkreis oder der Stadt Celle gestellt werden“, schildert Rösing. Der Antrag dazu sollte bei der Gemeinde abgegeben werden. Nach Prüfung aller Faktoren würde dann eine Entscheidung getroffen.

Von Jasmin Nemitz