Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt „Hilfe zur Selbsthilfe“: Kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Hilfe zur Selbsthilfe“: Kostenfreie Beratung rund um das Thema Pflege
15:35 18.06.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Im Pflegefall gibt es viele Fragen zu klären: Wo gibt es geeignete Einrichtungen? Was zahlt die Versicherung? Welche Formalitäten sind zu erledigen? Vor diesem Hintergrund haben sich im vergangenen Jahr 47 private Pflegeversicherungen zusammengeschlossen und das Unternehmen Compass gegründet. Die Mitarbeiter beraten Privatversicherte in persönlichen Gesprächen über alle Fragen rund um das Thema Pflege. Die Cellerin Regina Schudzich ist eine von 220 Compass-Mitarbeitern bundesweit. Zwölf Jahre hat die 56-Jährige als Gutachterin beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen gearbeitet.

„Seit 2009 besteht ein Anspruch auf Pflegeberatung“, erläutert Schudzich. Doch die von der damaligen Bundesregierung angekündigten Pflegestützpunkte für die gesetzlich Versicherten steckten noch in den Kinderschuhen. „In Niedersachsen gibt es keinen einzigen Pflegestützpunkt“, sagt Schudzich. Lediglich in Langenhagen laufe ein Pilotprojekt.

Unter der gebührenfreien zentralen Rufnummer Tel. (0800) 1018800 erhalten Ratsuchende montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 16 Uhr eine kostenlose telefonische Pflegeberatung. „Da können auch gesetzlich Versicherte anrufen“, erläutert Schudzich. Im Bedarfsfall bei Privatversicherten wird die 56-Jährige informiert und vereinbart Hausbesuche und persönliche Gespräche mit den Betroffenen. Diese Beratung ist über die private Pfleversicherung abgedeckt und somit kostenfrei.

„Wir sehen und als Lotsen im Gesundheitswesen“, sagt die Cellerin. „Ich mache mir ein Bild vor Ort, sehe mir den Haushalt an, suche zum Beispiel nach Stolperfallen.“ Auch beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen greift sie den Ratsuchenden unter die Arme.

In leistungsrechtlichen Fragen berät Schudzich die Betroffenen allerdings nicht. „Ich weise darauf hin, dass es tarifliche Unterschiede gibt und gebe Tipps, wie man seinen Anspruch geltend machen kann. In erster Linie ist meine Tätigkeit Hilfe zur Selbsthilfe.“