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Celle Stadt Gifhorner Unternehmer macht CeBus Konkurrenz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Gifhorner Unternehmer macht CeBus Konkurrenz
13:55 13.06.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

„Ich habe den Wettbewerb in Celle angenommen“, sagt Detlef Kallweit aus Steimke selbstbewusst. Nachdem sein Unternehmen Kallweit-Busreisen sämtliche Aufträge der Verkehrsgesellschaft Gifhorn (VLG) verloren hat, sucht er neue Geschäftsfelder. Dabei hat Kallweit auch den Landkreis Celle im Visier. Er hat sich bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) um die Konzession für den Schülerverkehr im Bereich Winsen/Wietze beworben. Diese wird am 1. Oktober frei und für acht Jahre neu ausgeschrieben.

„Ich habe mein Angebot abgegeben“, sagt Kallweit. Eine Antwort habe er von der LNVG noch nicht erhalten. Für ihn sei es nach dem Verlust der Aufträge in Gifhorn die erste Bewerbung auf Konzessionen im Öffentlichen Personennahverkehr. Neben der CeBus sei er bislang der einzige Wettbewerber. „Es geht nicht darum, wer der billigste Jakob ist, sondern wer das beste Angebot hat“, betont Kallweit. So sei auch entscheidend, in welchem Takt die Busse fahren würden. Kallweit hofft, mit dem Zuschlag einen Einstieg in den Celler ÖPNV zu bekommen und möglicherweise auch städtische Linien von der CeBus zu übernehmen.

Nach Angaben des CeBus-Betriebsrates laufen zahlreiche Konzessionen Ende 2011 aus. Eine Ausschreibung des ÖPNV sei nicht ausgeschlossen, sagt Betriebsrats-Vorsitzender Jürgen Elendt. „Das wird auf dem Rücken der Mitarbeiter stattfinden“, prognostiziert der Belegschaftsvertreter. „Eine Arbeitsverdichtung ist aus unserer Sicht nicht mehr möglich. Die Belastung ist enorm. Die Leute arbeiten grenzwertig.“

Die Resonanz aus der Politik auf den offenen Brief des Betriebsrates sei „relativ dünn“, bedauert Elendt. Gegen eine von der FDP geforderte Streichung unrentabler Strecken könne die CeBus nichts machen. „Aber man muss es dann den Bürgern auch deutlich sagen.“ Die CeBus beschäftigt 220 Mitarbeiter.