Gans allein?

Maskottchen im Celler Schlosspark

Es waren mal vier Celler Gänse, die zusammen durch den Schlosspark zogen. Jetzt ist es nur noch eine. Eine Glosse von Dagny Siebke.

  • Von Dagny Siebke
  • 24. May 2022 | 08:00 Uhr
  • 14. Jun 2022
  • Von Dagny Siebke
  • 24. May 2022 | 08:00 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

Ich mache mir schon länger Sorgen, um unsere Maskottchen in den schönen Celler Park-Anlagen. Wie bei den „zehn kleinen Jägermeistern“ im Lied von den „Toten Hosen“ zieht nur noch eine von vier Celler Gänsen einsam ihre Bahnen im Schlossgraben. Fiese Hunde ohne Leine haben sich auf zwei Gänse gestürzt. Eine weitere Gans wurde im Herbst mit abgerissenem Kopf von Mitarbeitern des Grünbetriebs Celle im Schlosspark gefunden. Die letzte verbliebene Gans muss ja traumatisiert sein. Oder hat sie das Gedächtnis einer Eintagsfliege?

Zwischenzeitliches Happy End

Ich hatte gehofft, dass sich vielleicht eine neue Truppe dazugesellt. Und nun las ich von der drolligen Entenfamilie, die die Gans adoptiert hat. Dann gibt es ja zumindest zwischenzeitlich ein Happy End. Denn wer oder was könnte sonst noch als Foto-Motiv aus dem Celler Schlosspark herhalten? Mit Glück eines der seltenen weißen Nutrias. Oder die einzige Laufente unter den pummeligen Schnatterentchen. Relativ neu sind die Kormorane, die auf der Fontäne im Französischen Garten thronen, um ihr ausgebreitetes Gefieder zu trocknen. Selfie-tauglicher ist da das ziemlich versteckte See-Ungeheuer „Nessie“ am Kletter-Spielplatz, das allerdings ziemlich in die Jahre gekommen ist und dringend ein „Face-Lifting“ bräuchte.