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Celle Stadt Starkes Signal für "Made in Celle"
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Frühere Itag L&R GmbH aus Celle unter neuer Führung

19:22 29.01.2021
Von Oliver Gatz
Wieder Hoffnung für die Itag: Unter neuer Führung sollen ehemalige Mitarbeiter des Erdöl-Serviceunternehmens nach und nach wieder eingestellt werden.
Wieder Hoffnung für die Itag: Unter neuer Führung sollen ehemalige Mitarbeiter des Erdöl-Serviceunternehmens nach und nach wieder eingestellt werden. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Das 1994 gegründete Unternehmen, zu dem auch seit 1999 ein international tätiges Spezialunternehmen für Beschichtungstechnik gehört, beschäftigt sich mehrheitlich mit der internationalen Bohrindustrie und Technologien in Bereichen der Rohstoffgewinnung und deren Verarbeitung. Bei der früheren Itag L&R GmbH hat jetzt die Amteq Bohrzubehör GmbH aus Westercelle das Sagen.

Zwei frühere Itag-Töchter hatten Insolvenz angemeldet

Mitte Juni vergangenen Jahres hatte der Maschinen- und Anlagenbauspezialist Mechanical Machining, der früher unter dem Namen Itag L&R GmbH firmierte, Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Celle hatte dazu den Hamburger Sanierungsexperten Viktor von Websky von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Betrieb des Unternehmens wurde mit seinen 33 Beschäftigten zunächst fortgeführt. Zuvor hatte bereits die Petroleum Services GmbH Insolvenz angemeldet. Dahinter steht die frühere Itag Tiefbohr GmbH. Auch hier war von Websky als Insolvenzverwalter bestellt worden.

Insolvenzverwalter lobt Vorgehen der Westerceller Firma Amteq

„Es freut mich, dass nach sechs Monaten der Betriebsfortführung ein gutes Ergebnis für den Produktionsstandort erreicht werden konnte“, sagte Insolvenzverwalter von Websky. Die entschlossene Herangehensweise der Firma Amteq habe maßgeblich hierzu beigetragen. „Insgesamt ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Celle und vor allem für die ehemaligen Itag-Mitarbeiter.“

Erste Mitarbeiter bereits eingestellt

Die Geschäftsführung übernimmt Ralf Sundermann. „Wir verfolgen den Plan, einen nachhaltigen und profitablen Geschäftsbetrieb aufzubauen, wobei wir das Ziel haben, allen ehemaligen Mitarbeitern ein Beschäftigungsverhältnis anzubieten“, sagte er. „Dazu werden wir mit erhaltenen Aufträgen sukzessive den Personalbestand aufstocken.“ Den Angaben zufolge sind zum 1. Februar bereits die ersten fünf Mitarbeiter eingestellt worden. „Weitere werden sicherlich zügig folgen“, so der Geschäftsführer. Ein wichtiges Stück „Made in Celle“ für den internationalen Markt solle erhalten bleiben.

Amteq Machining GmbH ist eine 100-prozentige Tochter

Die Amteq Machining GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des Stammhauses und hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Produktion von Spezialbauteilen der Metallindustrie auf die Beine zu stellen. Das Team der städtischen Wirtschaftsförderung hat den Weg des Unternehmens aktiv begleitet. „Gern stehen wir auch weiter bereit, um die erfolgreiche Entwicklung des neuen Geschäftszweiges in jeder Weise zu unterstützen“, so Thomas Faber und Johannes Flau von der Wirtschaftsförderung. „Das klare Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Celle freut uns ganz besonders und ist uns ein Ansporn.“

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