Finanzkrise am AKH

Wie geht es mit dem MVZ Hermannsburg weiter?

Die AKH-Gruppe möchte sich eigentlich vom Medizinischen Versorgungszentrum in Hermannsburg trennen. Doch bisher laufen die Übernahmeverhandlungen schleppend.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2019 | 12:17 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 04. Okt. 2019 | 12:17 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Hermannsburg.

So langsam wird die Zeit knapp. Zum Jahresende möchte sich das AKH eigentlich vom Medizinischen Versorgungszentrum in Hermannsburg trennen. Doch die Übernahmeverhandlungen zwischen derzeit dort tätigen Ärzten, die die Einrichtung gerne in Eigenregie weiterführen möchten, und dem AKH haben noch immer nicht zu einer Lösung geführt. In der Bevölkerung regt sich langsam Unruhe. "Ich bin dort Patientin und möchte gerne wissen, wie es dort weitergehen soll", sagte eine 84-Jährige, die sich bei der CZ gemeldet hat. Doch eine Antwort auf die Frage zur Zukunft des MVZ bleiben sowohl das AKH als auch Dr. Wolfgang Quirini schuldig.

Seit 5 Wochen nichts passiert

Ende August hatte die CZ schon einmal beim AKH zum Zwischenstand MVZ Hermannsburg nachgefragt. Damals sagte AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch: "Der Vorgang MVZ Hermannsburg ist noch im Verhandlungsstadium, aus diesem Grunde werde ich hierzu derzeit keine Fragen beantworten." Knapp fünf Wochen später hat sich daran nichts geändert, möchte Kuchenbuch sich zum aktuellen Stand der Gespräche nicht äußern. Und auch Quirini sagt nichts. Er ist wie alle Mitarbeiter des MVZ offiziell Angestellter des AKH, möchte das Ärztezentrum allerdings weiterführen.

"So langsam müsste eine Lösung stehen"

Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Hermannsburg, möchte die Hängepartie um das MVZ möglichst schnell beendet wissen. Seine letzten Nachrichten lauteten, dass man auf einem guten Weg sei. Doch das ist auch schon ein paar Wochen her. "Für die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist das MVZ sehr wichtig. So langsam müsste eine Lösung stehen", sagt Flader.

MVZ verursacht 360.000 Euro Defizit pro Jahr

Im Zuge der Finanzkrise der AKH-Gruppe war entschieden worden, sich zum Jahresende vom MVZ Hermannsburg zu trennen. Die Einrichtung gilt als Verlustbringer. In internen Papieren ist am AKH die Rede von einem Defizit von 360.000 Euro , die das MVZ pro Jahr verursacht.

Weitere Infos zur Finanzkrise der AKH-Gruppe hier .