Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Falsche Fünfziger kursieren in der Residenzstadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Falsche Fünfziger kursieren in der Residenzstadt
10:28 24.06.2010
Celle Stadt

Im Café Müller in der Blumenstraße ist mehrmals mit Falschgeld bezahlt worden. „Vor gut einem Monat war es einmal ein Fünfziger und einmal ein Zwanziger. Vor einem längeren Zeitraum hatten wir uns bereits schon einmal einen falschen Fünziger eingehandelt“, sagt Geschäftsführer Christoph Müller. Dass es sich um Blüten handelt, fiel bei der Einzahlung in der Bank auf. „Die Bank hat gesagt, die nehmen wir nicht“, so Müller. In der Gastronomie sei es sehr schwierig, sich vor Falschgeld zu schützen. „Wir können nur Stichproben durchführen. Eine lückenlose Überführung ist kaum möglich“, sagt Müller. Es habe Überlegungen gegeben, eine zentrale Kasse zu installieren. Diese Idee stoße bei den Gästen auf wenig Gegenliebe, da sie mehrere Bezahlstationen wünschten. An die Mitarbeiter seien Informationsblätter verteilt worden, damit sie Blüten leichter identifizieren können. „Ich kann mich nicht erinnern, jemals mit dem Problem Falschgeld zu tun gehabt zu haben“, sagt Müller. Er hält das gehäufte Auftreten nicht für einen Zufall. „Wenn in kürzester Zeit drei Scheine auftauchen, dann ist es eine gezielte Aktion“, sagt Müller.

Die Polizei Celle hat beim Auftreten von Blüten keinen „signifikanten Anstieg für die Stadt Celle“ festgestellt, so Sprecher Christian Riebandt. In letzter Zeit habe es „überhaupt keine Fälle“ gegeben. Generell sei bei Falschgeld problematisch, dass das Entdeckungsrisiko für den Täter gering sei. „Die Bürger sollten im Zweifelsfall immer ein nahegelegenes Kreditinstitut aufsuchen, um den fraglichen Schein überprüfen zu lassen.“ Auch die Sparkasse Celle hat laut Sprecherin Petra Marwede „kein erhöhtes Falschgeldaufkommen“ festgestellt.

Wenn Banknoten in der Hand gekippt werden, sind Spezialfolienstreifen, Hologramme, Architekturmotive oder wechselnde Farben zu erkennen. Werden die Noten gegen das Licht gehalten, sind Wasserzeichen zu sehen. Bei vielen Fälschungen sind die Schriftzüge flach und lassen sich nicht fühlen.

Von Paul Gerlach