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Celle Stadt Experten sehen genügend Reserven
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Experten sehen genügend Reserven
15:28 13.06.2010
Grundwasser
Grundwasser Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Schädigt eine Ansiedlung des Schlachthofes in Wietze nun das Grundwasser oder nicht? Auf diese Frage wollten sicher einige Besucher der Informationsveranstaltung des Landkreises zum Thema Grundwasser konkrete Aussagen bekommen. Doch eine genaue Antwort auf die Frage gab es nicht - vorläufig. „Die Untersuchungsergebnisse sind noch nicht ausgewertet“, sagt Kreisdezernent Gerald Höhl.

Die Experten von Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBG) sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Verden (NLWKN) gaben eine allgemeine Beschreibung des Landkreises Celle. Aus ihrer Sicht ist die Grundwassersituation in Celle und im Bereich um Wietze relativ gut.

Der Landkreis Celle wird in vier Zonen von unterschiedlicher Größe unterteilt. Die Experten reden in diesem Fall von so genannten Grundwasserkörpern. 121 davon gibt es laut Johannes Müller vom LBG in Niedersachsen. Während zwei kleinere Grundwasserkörper in der Südspitze des Landkreises an ihrer Kapazitätsgrenze sind, gibt es in den beiden größeren Feldern nach seiner Ansicht noch genügend Rücklagen. Die Reserven im Landkreis Celle, die noch erlaubt wären, betragen rund 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Die Firma Rothkötter hat angegeben, dass der Schlachthof bei maximaler Auslastung rund eine Million Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen würde. In die Menge, die verbraucht werden darf, sind laut Müller aber sehr viele Sicherheitssperren eingerechnet, um zu gewährleisten, dass der Grundwasserspiegel nicht abgesenkt wird.

Ob deshalb aber in Wietze alles in Ordnung ist, wird eben erst durch die Untersuchungen klar werden. „Die geologischen Formationen im Landkreis sind sehr unterschiedlich, so dass eine genaue Analyse vor Ort nötig ist“, sagt Müller.

Der Klimawandel spielt laut Müller allerdings bei der möglichen Absenkung des Grundwasserspiegels keine Rolle. Zumindest wenn man den Computermodell der Experten glauben schenken darf. „Sollte die durchschnittliche Temperatur um drei Grad steigen, rechnen wir mit einer Grundwassermehrbildung von fünf Prozent“, sagt Müller. Grund seien vermehrt Niederschläge im Winterhalbjahr und durchlässige Böden.

Die Wasservorräte im Landkreis reichen aus. So zumindest schilderte es Johannes Müller bei der Informationsveranstaltung des Landkreises. Fotos: Harmening

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Von Tore Harmening