Wettbewerb Fremdsprachen

Ernestiner belegen ersten Platz auf Landesebene

Ein Schülerteam vom Celler Gymnasium Ernestinum vertritt Niedersachsen beim Bundeswettbewerb in Potsdam mit einem Video über das Kopftuchverbot.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 24. Mai 2022 | 11:47 Uhr
  • 14. Juni 2022
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  • 24. Mai 2022 | 11:47 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Vier Schüler aus der neunten Klasse des Gymnasiums Ernestinum haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen mit ihrem französischsprachigen Videobeitrag einen ersten Preis auf Landesebene gewonnen. Damit haben Ana Ionescu, Selina Savgat, Zahra Wardak und Constantin Wright, die alle seit der fünften Klasse Französisch lernen, sich mit ihrem Video „Ma foi et moi“ („Mein Glaube und ich“) für die Teilnahme am Sprachenfest auf Bundesebene, das vom 23. bis 25. Juni in Potsdam stattfindet, qualifiziert.

Video über das Kopftuchverbot

Das Thema für den Beitrag war schnell gefunden. „Für mich als junge Muslimin ist das Thema ‚Kopftuch‘ seit jeher relevant, und so haben wir uns schnell darauf verständigt, ein Video über das Kopftuchverbot an französischen Schulen zu drehen“, sagt Zahra zur Themenfindung. „In unserem zehnminütigem Video haben wir eine deutsche Schülerin mit Kopftuch auf einen Austausch nach Frankreich geschickt.“ Am Ende des Videos steht ein Plädoyer für Respekt und Toleranz, das den TeilnehmerInnen, die alle unterschiedliche Glaubensrichtungen vertreten, sehr wichtig war und ist.

Die Schüler begannen im September mit der Arbeit, die „umfangreich war und gut koordiniert werden musste“, sagt Ana. Es waren einerseits Szenen an verschiedenen Schauplätzen und mit unterschiedlichen Requisiten zu drehen, was allen „sehr viel Spaß gemacht hat“, so Ana. Andererseits war ein Drehbuch zu verfassen und ein kurzes Porträt der Teilnehmergruppe anzufertigen – alles auf Französisch. Constantin fügt hinzu, dass er seine Mitschülerinnen „besser kennengelernt“ habe, und Selina fand interessant, mehr über „die unterschiedlichen Religionen ihrer Mitschülerinnen“ zu erfahren. Das war auch auf persönlicher Ebene sehr lehrreich. Zudem konnten alle ihr „gesprochenes Französisch verbessern“, stellt Christine Günther fest, die den Wettbewerb am Ernestinum seit Jahren betreut.

Von Christiane Günther

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