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Celle Stadt „Der Tod nicht als Tabu-Thema“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Der Tod nicht als Tabu-Thema“
13:10 13.06.2010
Celle Stadt

„Wir wollen versuchen, einen Dialog zwischen beiden Institutionen zu schaffen“, erläutert der Veranstalter Gerhard Schridde.

Inhalt der Diskussionen und Vorträge war die Vermittlung und der Umgang mit dem Thema Tod und Auferstehung für Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe 1 sowie im Konfirmandenalter.

„Der Tod darf im Unterricht kein Tabuthema sein“, fordert hierzu der angehende Pastor und Vorträger des Instituts Loccum, Felix Emrich. „Es ist wichtig, diesen Aspekt des Lebens nicht aus den Gedanken zu verdrängen und mit den jungen Schülern beispielsweise auch den Friedhof zu besuchen, um diesen als ,Ort der Ruhe’ zu erleben.“

Das Religionspädagogische Institut Loccum stellte auch den zweiten Vorträger, Dr. Söhnke von Stemm, der unter der Überschrift „Was macht Gott mit all den Toten?“ über die Vermittlung von Tod und Auferstehung in unterschiedlichen Altersgruppen referierte.

„Sowohl in der Schule als auch in der Kirche haben wir das Ziel, den jungen Menschen den Tod und das Leben als eine Einheit begreiflich zu machen“, führt Felix Emrich aus. Eine Teilnehmerin fügt hinzu: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Verdrängung des Themas, vor allem auch

das Meiden des Friedhofes,

eine echte Katastrophe sein kann.“

Als Medien zur Vermittlung wurden Kurzfilme, Kinderbücher und Musik diskutiert.

Die Veranstalter zogen nach dem Fachtag eine positive Bilanz. „Es gab zahlreiche interessante Diskussionen, und die Teilnehmer beschrieben die Tagung als vollkommen angemessen“, berichtet Gerhard Schridde.

Von Wiebke Quader