Demo in Celle

Etwa 120 protestieren gegen Corona-Maßnahmen

Gemeinsam mit Thomas Ehrhorn (AfD) sind etwa 120 Menschen durch Celle gezogen. Sie protestieren gegen die Corona-Maßnahmen. Eine Gegenveranstaltung gab es auch.

  • Von Christopher Menge
  • 06. März 2021 | 15:57 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Christopher Menge
  • 06. März 2021 | 15:57 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Etwa 120 Menschen sind am Samstagvormittag mit Rasseln, Trommeln und Lautsprechern durch die Celler Innenstadt gezogen, um ihren Unmut gegen die Corona-Maßnahmen mitzuteilen. Aufgerufen hatte dazu die Initiative "Celle steht auf". Der Celler AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Ehrhorn war bei der Demonstration ebenfalls dabei. Auf den Plakaten waren Aussagen wie "Ich will wieder ins Stadion", "Glauben Sie wirklich, dass die Einschränkungen zu Ihrem Besten sind und bald wieder zurückgezogen werden?" oder "Gesundheitsgefahr durch FFP2-Masken, Faserstaub = Sondermüll" zu lesen.

Einige Schaulustige beobachteten den Demonstrationszug quer durch die Stadt vom Schützenplatz bis zum Großen Plan. Einige schüttelten mit dem Kopf und äußerten ihren Unmut über die Demonstranten.

Veranstalter: Weniger Teilnehmer bei letzter Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Celle

"Warum soll man sich impfen lassen?", "Zig tausende sterben durch die Maßnahmen" oder "Kinder brauchen Bewegung" war aus Lautsprechern zu hören. Werner Adler, der die Demo angemeldet hatte, sagte bei der Schlusskundgebung auf dem Großen Plan, dass in der Vorwoche nur 98 Personen an der Demonstration teilgenommen hätten und nicht wie in der Presse geschrieben 150. Dieses Mal habe er noch nicht gezählt.

Die Positionen der Demonstranten und der anderen Menschen würde gar nicht weit auseinander gehen. "Auf die Fragen auf unseren Plakaten bekommen wir keine Antworten, die Regierung müsste das tun", sagte Adler.

Malteser-Arzt Dr. Nowak hat kein Verständnis für Proteste

Der Protestzug kam auch an der Station der Malteser vorbei, an der sich Celler kostenlos auf Corona testen lassen konnten. Der Ortsbeauftragte, Dr. Michael Nowak, zeigte kein Verständnis für die Demonstranten. "Ich würde die gerne mal mit auf die Intensivstation nehmen", sagte der Arzt. An Corona zu sterben, wünsche er niemanden. "Wenn ein Mensch erstickt, dauert es mehrere Tage", sagt Dr. Nowak. "Das ist eine der schlimmsten Sachen."

Corona-Demo: Bernd Zobel und Gerda Kohnert bei Gegenveranstaltung

Vor der Stadtbibliothek gab es zudem eine Gegenveranstaltung, die Manuela Mast initiiert hatte. Bernd Zobel (Grüne) und Gerda Kohnert (SPD) aus dem Celler Stadtrat waren bei der kleinen Kundgebung mit etwa zehn Teilnehmern dabei. "Wenn Menschen Angst schüren, Zwietracht säen und für noch mehr Infizierte und Lockdowns sorgen, dann sind es diese vermeintlichen Ritter der Freiheit", sagte Mast. "Es sind genau diese Egoisten, die sich Ausreden suchen, um ihr unsolidarisches Verhalten sich und der Welt zu rechtfertigen."