Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Landkreis sagt Veranstaltungen wegen Corona ab
Celle Aus der Stadt Celle Stadt

Corona in Celle: Landkreis sagt Veranstaltungen wegen Covid-19 ab

14:18 11.03.2020
Von Dagny Siebke
Sportlerehrung des Landkreis Celle im Heidehof Ahnsbeck am 15.02.2019. Im Bild: Auftritt von Kira-Luise Skibba Quelle: Oliver Knoblich
Anzeige
Celle

Die Sportlerehrung des Landkreises, die am Freitag stattfinden sollte, und auch die Ü65-Partys werden zunächst verschoben. Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werden, dass sich das Covid-19-Virus möglicherweise weiterverbreiten kann. „Es tut mir leid, dass wir unsere besten Sportler nicht wie gewohnt auszeichnen können, aber in dieser Situation hat die Gesundheit aller Vorrang. Wir holen die Veranstaltung nach", sagt Landrat Klaus Wiswe. Zur Sportlerehrung hatten rund 110 Sportler für die Entgegennahme der Auszeichnungen persönlich zugesagt.

Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes

Das Gesundheitsamt des Landkreises weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes hin. Dieses empfiehlt, größere Menschenansammlungen besonders in geschlossenen Räumen zu vermeiden. Veranstaltungen mit über 1000 Menschen sollten generell abgesagt werden.

Anzeige
Oktoberfest Ü65 Party - Nienhagen: An einem langen Buffet können sich die Teilnehmer selbst bedienen. Quelle: Lothar H. Bluhm

Auch die Ü65-Partys des Landkreises werden aufgrund der Ausbreitung des Covid-19 Virus in diesem Frühjahr ausgesetzt. Um die Ansteckungsgefahr besonders für ältere Menschen zu minimieren hat sich der Landkreis zu dieser Aussetzung entschlossen. Die nächste Veranstaltungsreihe beginnt dann nach der derzeitigen Planung wie gewohnt im Herbst. Der Landkreis bittet auch hier um Verständnis.

Wathlinger Gesundheitstag: „Das Coronavirus macht uns einen Strich durch die Rechnung“, stellt Organisatorin Monika Wille fest. Die strikten Ansagen seitens des Bundesgesundheitsministeriums und die steigenden Fallzahlen infizierter Personen in Deutschland und in unserer Region sind für die Gemeinde Wathlingen und die Organisatoren Anlass genug, um den Wathlinger Gesundheitstag, der am 22. März stattfinden sollte, nicht wie geplant durchzuführen. „Wir wollen Aussteller und Besucher nicht dem Risiko einer Ansteckung aussetzen“, erläutert Wille. Die Veranstaltung wird für Sonntag, 27. September, von 11 bis 17 Uhr neu terminiert.

Sophien-Stift Celle: Zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr für Bewohner und Mitarbeiter werden ab sofort und bis auf Weiteres alle bereits angekündigten Veranstaltungen im Sophien-Stift abgesagt.

Tag der offenen Tür im Ernestinum: „Angesichts der sich dynamisch ändernden Situation bezüglich des Coronavirus und zahlreicher schon erfolgter Absagen von Veranstaltungen sehen wir uns schweren Herzens gezwungen, auch unseren Tag der offenen Tür am Gymnasium Ernestinum zu verschieben, der für Freitag, 20. März, geplant war“, schreibt Schulleiter Johannes Habekost. „Natürlich ist unsere Schulgemeinschaft durchaus enttäuscht, denn es sind schon von sehr vielen Beteiligten viele tolle Projekte vorbereitet worden, und unsere Tage der offenen Tür haben auch immer den Charakter eines Schulfestes. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Ein geeigneter neuer Termin nach den Osterferien wird rechtzeitig bekannt gegeben.“

Aktueller Stand zu Coronavirus im Landkreis Celle

Derzeit (Stand 11.03.2020, 12 Uhr) gibt es im Landkreis Celle fünf Personen, die positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurden. Ein weiterer Mann aus dem Ostkreis hatte sich im Urlaub angesteckt. Er hat sich umsichtig verhalten und so gibt es nur wenige Kontaktpersonen, die alle unter Quarantäne gestellt wurden. Da inzwischen auch einige Quarantäneverfügungen aufgehoben wurden, gibt es aktuell noch 55 Personen, die sich in Quarantäne befinden.

Land Niedersachsen untersagt Großveranstaltungen

Weil immer mehr Menschen an Covid-19 erkranken, greift das niedersächsische Gesundheitsministerium hart durch: Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern werden verboten. Und wer in Risikogebieten war, bekommt nicht mehr überall Zutritt. Rückkehrer aus Risikogebieten dürfen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Altenheime zudem zwei Wochen lang nicht betreten. Eine generelle Schulschließung will das Land allerdings vermeiden.

Oliver Gatz 10.03.2020
Carsten Richter 10.03.2020
Benjamin Behrens 10.03.2020