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Celle Stadt „Christ zu sein ist ein lustvolles Geschäft"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Christ zu sein ist ein lustvolles Geschäft"
13:15 13.06.2010
Celle Stadt

Wenn Jürgen Paschke, Gesamtkoordinator des Evangelischen Congresses, von Lust spricht, meint er keinesfalls Wollust. „Der christliche Glaube hat für zweifelnde und fragende Menschen vernünftige und tragfähige Antworten“, erklärte er. „Diese Antworten sind es, die Lust machen, den Glauben zu entdecken und sein Umfeld mit anderen Augen zu sehen.“

Zum 13. Mal fand der Congress in Celle statt. Abergläubisch ist Paschke aber nicht. „Wir hatten schon mit 1000 Besuchern gerechnet“, sagte er. „Dass über 1400 zu unserem kleinen Kirchentag gekommen sind, ist absolut zufriedenstellend.“

Zum Auftakt um 10 Uhr sprach Theologe und Prediger Ulrich Parzany zu den Besuchern im Großen Saal. „In einer Zeit, in der die Werte sich verlieren, sind viele Menschen auf der Suche nach einer spirituellen Größe in ihrem Leben“, eröffnete er. „Die Menschen sehen ihren Alltag als geregelt, wenn sie ein gutes Einkommen haben und es ihrer Familie gut geht. Viele wünschen sich dazu noch ein bisschen Gott, um zufrieden zu sein. Ein bisschen Gott halte ich für zu bescheiden. Mit ihm kann man sein Leben auf ein ganz neues Fundament stellen.“

Daniel Lang reiste mit seiner Familie extra aus Osnabrück zum Celler Congress an. Mit Frau und drei Kindern war er schon seit Beginn der Veranstaltung in der Union. „Besonders für die Kinder gibt es hier ein tolles Programm“, sagte er, während er einen Blick auf die schlafenden Zwillinge im Kinderwagen warf. „Mein 4-jähriger Sohn rennt hier auch irgendwo rum und spielt oder lässt sich schminken.“ Vor dem Gebäude warteten neben Dartscheibe, Schminkecke und Ballspielen auch ein Baggerparcour und eine Bullriding-Arena auf Groß und Klein. „Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder“, so Besucher Lang. „Gleich schauen wir uns aber noch Arno Backhaus an.“

Der Liedermacher und Autor war einer der Höhepunkte des Congresses. Mit einem 20-minütigen Humorprogramm und anschließender 15-Minuten-Predigt beleuchtete er das Christentum mit dem für ihn typischen Augenzwinkern.

Von Stefan Kübler