Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt Chefarzt Oldhafer geht nach Hamburg
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Chefarzt Oldhafer geht nach Hamburg
14:53 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
Professor Dr. Karl-Jürgen Oldhafer verlässt das AKH
Professor Dr. Karl-Jürgen Oldhafer verlässt das AKH Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Ausbau der ambulanten Operationen von nahezu Null auf jetzt über 800, Einrichtung des Patientenservice-Centers, Aufbau der Thorax-Chirurgie, Intensivierung der minimal invasiven Operationen, weiterer Ausbau seines Spezialgebiets, der Operationen an Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sowie Entwicklung und Anwendung neuer Operationstechniken etwa bei Eingriffen an der Leber. Professor Dr. Karl-Jürgen Oldhafer ist zwar erst seit März 2002 am Allgemeinen Krankenhaus Celle (AKH), in dieser Zeit hat er jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt wechselt der Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie nach Hamburg.

Zum 1. Januar wird Oldhafer Chefarzt an der Asklepios Klinik Barmbek. Die Aufgabenstellung ist in etwa die gleiche wie bei seinem Dienstantritt vor sieben Jahren in Celle. Oldhafer soll an dem Barmbeker Krankenhaus sein Spezialgebiet der Leber-, Gallen- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie ausbauen und etablieren. „Das war keine einfache Entscheidung, ich fühle mich in Celle sehr wohl. Aber mich reizt die Herausforderung, diesen Bereich in einer Metropole wie Hamburg auszubauen“, so der 49-Jährige.

Sowohl Oldhafer als auch AKH-Vorstandssprecher Norbert Mischer betonten, dass man sich nicht im Streit trenne. „Wir können sehr gut verstehen, dass Professor Oldhafer noch einmal so eine Chance ergreift“, meinte Mischer. Oldhafer hatte vergangenes Jahr seinen Posten als Ärztlicher Direktor niedergelegt. „Ich habe mit dem Vorstand immer gut zusammengearbeitet. Mit diesem Schritt wollte ich lediglich den Weg freimachen für andere Strukturen“, sagte der Mediziner.

●Suche nach Nachfolger: Der Krankenhausleitung ist klar, dass es nicht so einfach ist, einen adäquaten Ersatz für den scheidenden Chefarzt zu finden. „Man kann nicht immer einen Oldhafer bekommen“, sagte der Medizinische Vorstand des AKH, Friedhelm Bartels, der Oldhafer in dessen Spezialgebiet als „Top-Ten“-Chirurgen bezeichnete. „Wir können uns durchaus jemanden mit anderem Schwerpunkt vorstellen. Wichtig ist, dass wir das breite Spektrum weiter abdecken“, sagte Bartels. Das Auswahlverfahren laufe. Beworben haben sich 20 Kandidaten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Professor Dr. Karl-Jürgen Oldhafer vor einem Röntgenschirm mit CT-Aufnahmen vom Bauch – der Chefarzt wechselt an die Asklepios Klinik Barmbek. Foto: Müller

Entwicklung an

Celler Klinik