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Celle Stadt Celles oberster Müllmann hört auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celles oberster Müllmann hört auf
19:30 03.12.2015
Von Gunther Meinrenken
Henry Mäurer, Geschäftsführer des Abfallzweckverbandes, wird heute in den Ruhestand verabschiedet.
Henry Mäurer, Geschäftsführer des Abfallzweckverbandes, wird heute in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

"Meine Maxime war immer, so viel wie möglich mit dem eigenen Personal zu erledigen und so wenig wie möglich an andere Unternehmen abzugeben", sagt Mäurer, in dessen Amtszeit die wohl gravierendste Änderung in der Müllentsorgung in der Region fiel. Vor bald 16 Jahren wurden die Entsorgungsbetriebe der Stadt und des Landkreises zum Zweckverband Abfallwirtschaft zusammengelegt. Mäurer wurde der erste Geschäftsführer des neuen Gebildes.

"Damals gab es große Unterschiede im Gebührensystem, 2002 haben wir es zwischen Stadt und Landkreis vereinheitlicht", berichtet Mäurer, der sich bereits im Studium und seit Beginn seines Berufslebens mit Müll beschäftigt hatte. Nach dem Studium der Geographie, Geologie und Botanik in Marburg fing er 1987 als Umweltbeauftragter der hessischen Kleinstadt Wetter an. "Dort hatte ich den ersten Kontakt mit der Abfallbeseitigung. Damals habe ich in Wetter die Papiertonne eingeführt."

Nach weiteren Stationen in Stadtallendorf und Lippstadt kam Mäurer 1992 nach Celle, wo er die Leitung der Abteilung Abfallwirtschaft und Stadtreinigung übernahm. Seitdem, abgesehen von einem kurzen Intermezzo im Landkreis Limburg/Weilburg, ist er für die Müllentsorgung vor Ort zuständig. In Mäurers Zeit fiel unter anderem die flächendeckende Einführung der Papiertonne, die Einstellung der Deponie Höfer, die Eröffnung der Entsorgungsstation Hambühren sowie die Inbetriebnahme des Schadstoffmobils und des Waschmobils für Biotonnen.

Überregional wirkte Mäurer in diversen kommunalen Spitzenverbänden mit. Gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen Versuche, die profitablen Bereiche aus dem "Müllkuchen" für die Privatwirtschaft herauszulösen, wollte er seine Vorstellungen in die Politik einbringen.

Mit gerade einmal 58 Jahren geht Mäurer noch relativ jung in den Ruhestand. "Das hat private Gründe", erklärt er. Seine Frau arbeitet in Bremen. Die Pendelei hat nun ein Ende. Langweilen wird er sich dennoch nicht. "Am Haus ist noch genug zu tun, ich habe mehr Zeit für meine erste Enkelin und kann mich mit meinem Oldtimer, einem Lomax von 1983, beschäftigen", sagt Mäurer.