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Celle Stadt Celler müssen mehr für Müllentsorgung bezahlen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler müssen mehr für Müllentsorgung bezahlen
20:09 07.12.2015
Von Gunther Meinrenken
Die Celler müssen in den kommenden drei Jahren höhere Müllgebühren zahlen.
Die Celler müssen in den kommenden drei Jahren höhere Müllgebühren zahlen. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Tobias Woeste, der ab Februar die Geschäftsführung des Abfallzweckverbands übernimmt, rechnet die Gebührenerhöhung an einem Beispiel vor. „Am häufigsten haben die Bürger einen 120-Liter-Restmüllbehälter und eine 120-Liter-Biotonne. Beim Restmüll erhöht sich der Tarif für eine Leerung von 8,64 Euro auf 9,12 Euro, bei der Biotonne von 5,76 auf 6 Euro.“ Bei durchschnittlich 10 Leerungen beim Restabfall (zwei Leerungen sind frei) und 7 Leerungen der Biotonne kommt so von 2016 bis 2018 ein Betrag von 114,96 Euro zusammen.“ Dazu kommt dann noch die Grundgebühr, die von 76,65 auf 83,95 Euro steigt. (Im kommenden Jahr beträgt die Grundgebühr wegen des Schaltjahres 84,18 Euro.) Macht zusammen 198,91 Euro und damit 12,82 Euro mehr als in den vergangenen drei Jahren.

„Über den Zeitraum der kommenden drei Jahre ergibt das eine Erhöhung um die 2,5 Prozent“, so Woeste. Das entspricht auf der anderen Seite in etwa den zu erwartenden Gehaltssteigerungen bei den Mitarbeitern. Weitere Gründe für den Anstieg der Gebühren: rückläufige Müllmengen und deutlich geringere Überschüsse. „Zwischen 2013 und 2015 haben wir insgesamt etwa 3,6 Millionen Euro Überschüsse erwirtschaftet, die wir an die Kunden weitergeben konnten. Für 2016 bis 2018 rechnen wir nur mit insgesamt etwa 1,6 Millionen Euro“, so Woeste.

Ebenfalls von Interesse für die Celler Verbraucher dürfte sein, dass sich die Sperrmüllabfuhr von 15 auf 20 Euro für sechs Kubikmeter erhöht. „Das ist der erste Anstieg seit 2002“, teilt Woeste mit. Weitere Änderung: Bei der Selbstanlieferung von Müll wird künftig erst ab etwa 200 Kilogramm gewogen. „Für eine Kofferraumladung zahlt man jetzt 12,60 Euro, vorher waren es 10,20 Euro. Alles, was mehr als einen Kofferraum beträgt, kostet 31,50 Euro.“

Auf erhebliche Kostensteigerungen müssen sich beim Hausmüll große Wohnanlagen einstellen. Nach einem Hinweis des Verwaltungsgerichts Lüneburg darf es keine Vergünstigungen für große Abfallmengen mehr geben. In Zahlen bedeutet das: Ein Container mit 10.000 Liter Fassungsvermögen, dessen Leerung bisher 273 Euro betragen hat, schlägt nun mit 760 Euro zu Buche. „Wir werden auf die betroffenen Großkunden zugehen und sie beraten. Wir versprechen uns von dieser Erhöhung allerdings auch, dass künftig besser getrennt wird. Wir wissen, dass es einige Wohnanlagen gibt, wo die Mülltrennung verbessert werden kann“, so Woeste diplomatisch.