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Celle Stadt Celler Oberschüler stranden in der Ferne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Oberschüler stranden in der Ferne
17:30 15.12.2015
Gleich vier Orte in der Celler Innenstadt dienen als Bühne für das Theaterstück "Gestrandet".
Gleich vier Orte in der Celler Innenstadt dienen als Bühne für das Theaterstück "Gestrandet". Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Kooperation zwischen dem Celler Schlosstheater und der Oberschule Westercelle hat sich schon in verschiedenen gemeinsamen Arbeiten bewährt. Jetzt gibt es ein neues Theaterprojekt, zu dem außerdem die museumspädagogische Abteilung des Bomann-Museums miteinbezogen wurde. „Gestrandet“ heißt der Titel des neuen Szenenstücks, das an vier verschiedenen Orten spielt.

Inspiriert von der aktuellen Weihnachtsausstellung "Vom Himmel hoch − Böhmische Krippenlandschaften" – im Gedanken an einen kaiserlichen Befehl, der nicht ignoriert werden konnte. Abertausende Menschen hatten sich der Anweisung zu beugen. Sie mussten ihre Heimat verlassen, sich auf einen beschwerlichen und gefährlichen Weg machen und in der Fremde um Asyl bitten. Dies war eine „Flucht“ ganz anderer Art, ein zurechtkommen müssen in der Fremde mit ungewissem Ausgang, und deswegen in vielen Punkten mit dem Schicksal vieler Menschen heute aus Syrien, Irak oder dem Sudan vergleichbar.

Schauspielerin Verena Saake, Lehrerin Olga Geft, Kunstpädagoge Uwe Rautenberg sowie Liliane Bauer, die im Schlosstheater eben ihr freiwilliges soziales Jahr im Kulturbereich bestreitet, haben mit Schülerinnen und Schülern aus der Klasse 7c der Oberschule Westercelle drei Monate lang das Thema „Auf der Flucht sein“ von vielen Seiten aus angesehen. Was denken Menschen, die plötzlich und nicht wirklich freiwillig ihr Haus und ihre Heimat verlassen? Wie sind sie unterwegs und was begegnet ihnen? Wo kommen sie am Ende an und wie werden sie empfangen – und welches Leben leben sie dort? Aus diesen vielen Gedanken wurden Ideen entwickelt und Geschichten und Szenen daraus gemacht.

Gespielt wird an Orten rund um das Bomann-Museum und am alten Rathaus im Freien, am Taxistand, am Marktplatz: Gleich vier Spielorte gibt es für die ausgedachten Inszenierungen. Das Publikum zieht mit, von Ort zu Ort – mit etwas Zeit dazwischen, sich über das Gehörte und Gesehene Gedanken zu machen und sich mit anderen auszutauschen.

Das Kooperationsstück „Gestrandet“ wird nur zwei Mal aufgeführt: Am Dienstag, 22. Dezember, und am Mittwoch, 6. Januar – Treffpunkt ist jeweils um Punkt 16.15 Uhr vor dem alten Rathaus. Der Eintritt ist frei.

Von Doris Hennies