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Celler Landrat Klaus Wiswe nimmt Erntekrone der Landfrauen entgegen

12:27 15.09.2021
Von Susanne Harbott
Die Landfrauen Hermannsburg haben die letzte Erntekrone an Landrat Klaus Wiswe (linkes Foto, rechts) übergeben.
Die Landfrauen Hermannsburg haben die letzte Erntekrone an Landrat Klaus Wiswe (linkes Foto, rechts) übergeben. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle

Es gibt derzeit viele letzte Male für Landrat Klaus Wiswe. Er ist in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl angetreten, und am 1. November wird er das Amt an Axel Flader übergeben. Deshalb nahm Wiswe auch zum letzten Mal die Erntekrone entgegen, die diesmal von den Landfrauen Hermannsburg gebunden wurde. „Ein bisschen Wehmut schwingt bei mir mit, denn bei Terminen wie diesen, die doch zu den sehr angenehmen Aufgaben eines Landrates gehören, fällt der Abschied etwas schwerer“, sagte Wiswe.

Landfrauen bewahren Traditionen

Er bedankte sich bei Monika Merten und Heidi Böcker, Sabine Cohrs und Ingrid Dralle von den Landfrauen Hermannsburg sowie Ann-Katrin Berkhan, Vorsitzende der Kreislandfrauenverband Celle, und betonte, welch wichtige Funktion sie in der Gesellschaft auf dem Land haben. „Sie bewahren die Traditionen wie das Binden der Erntekrone, sind aber gleichzeitig für die Zukunft aufgestellt und eine wichtige Stütze der Gemeinschaft auf dem Land“, so Wiswe. Er verwies auf die zahlreichen Angebote wie Weiterbildung durch Fortbildung und Aktionen für den guten Zweck.

Dankbarkeit gegenüber Landwirtschaft, Umwelt und Natur

Monika Merten aus dem neu gewählten „Team-Vorstand“ der Landfrauen Hermannsburg brachte in ihrem Grußwort Dankbarkeit gegenüber Landwirtschaft, Umwelt und Natur zum Ausdruck. „Wir sind froh, dass wir einen Beitrag im ländlichen Raum leisten können, in dem der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Leben mit der Natur doch noch insgesamt sehr gut funktioniert.“

Gerechte Verteilung von Wasser sicherstellen

Das Binden des Kranzes drückt aus Sicht des Landrates jedes Jahr die enge Verbindung zur heimischen Landwirtschaft aus, und das habe sich auch über die zwei Jahrzehnte, in denen er Landrat war, nicht geändert. Einige Themen werden auch nach seiner Zeit bleiben, wie der Klimawandel, der mit längeren Trockenphasen einhergehen könne. Da es viele Nutzer von Wasser gebe, müsse Nutzungskonkurrenzen frühzeitig, flexibel und unter Beteiligung aller Interessengruppen begegnet werden, um eine gerechte Verteilung des zunehmend knapper werdenden Lebensmediums sicherzustellen.

Landwirte haben erfreuliche Erträge geerntet

Der Celler Landvolk-Vorsitzende Christoph Düvel zog eine Erntebilanz: „Endlich wieder ein Jahr mit „normalen“ Niederschlägen in der Wachstumszeit und deutlich weniger „Beregnungsstress“. Gerade die Milchviehhalter sind froh, nach mageren Jahren auf ihren Grünlandflächen erfreuliche Erträge geerntet zu haben und dies auch für den Mais erwarten.“ Das eher kalte Frühjahr und eine kurze Hitzeperiode im Juni hinterließen im Getreide ihre Spuren. Im Wintergetreide lassen die Kornqualitäten Wünsche offen und die Erträge bleiben zumeist auf unterdurchschnittlichem Niveau. Die Kartoffeln und Zuckerrüben scheinen nach einem verhaltenen Start im Wachstum aufgeholt zu haben. Mager sind hingegen die Preise für Milch und Fleisch.

Etwa bis November wird die Krone das Foyer des Kreistages zieren. Sie wird dann durch den Adventskranz abgelöst.

Christoph Zimmer 15.09.2021
Christoph Zimmer 15.09.2021
Benjamin Behrens 15.09.2021