Referendariat bestanden

Gymnasiallehrer feiern Examen im Kreistagssaal

Angehende Gymnasiallehrer haben am Freitag ihr Examen gefeiert. Darum war die Pandemie auch eine Chance für die Neu-Pädagogen.

  • Von Benjamin Behrens
  • 10. Juli 2021 | 12:15 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Benjamin Behrens
  • 10. Juli 2021 | 12:15 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Dass im Referendariat angehende Gymnasiallehrer den Spagat zwischen Lehren und Lernen unter einen Hut bekommen müssen, ist nichts Neues. Das Unterfangen, auch noch unter Pandemiebedingungen zu meistern, schon. „Sie haben es geschafft, trotz und mit Corona. Ein sehr spezielles Referendariat liegt hinter Ihnen. Gut gemacht“, lobte Ausbilderin Helga Schucht gestern die frisch examinierten Pädagogen bei der Abschlussfeier im Kreistagssaal. „Ich möchte allerdings nicht über Corona sprechen. Ich möchte über das Gegenteil von Corona sprechen“, so Schucht. Das Gegenteil seien Freiheit und Reisen. Forscherdrang, Fernweh, der Drang in die Ferne und zur Erweiterung des eigenen Horizonts hätten in der Zeit der Renaissance ihren Anfang.

Perspektivenwechsel zur Schülersicht

„Dies war später auch das Ziel der Schulabschlussfahrten an unseren Gymnasien“, so Schucht. Diesen Perspektivwechsel lege sie ihnen ebenso ans Herz, wie aus Sicht der Schüler zu denken. „Seien Sie mutig und verlassen Sie Ihre eigene Perspektive.“

Corona-Veränderungen weiterentwickeln

Seminarleiter Kay Knebel ließ wohl vor allem Geschichtslehrer aufhorchen: „Corona, lateinisch ‚Kranz‘, war ein in der griechischen und römischen Antike als Auszeichnung verliehener oder zu kultischen Zwecken getragener Kranz aus Blumen, Blättern oder Zweigen beziehungsweise die Nachbildung eines solchen Kranzes aus Metall“, so Knebel. Genau eine solche „zeremonielle Handlung“ führe man heute durch: den Erhalt des Zeugnisses der Staatsprüfung. Corona habe Schulen vor viele Herausforderungen gestellt. Die schweren Monate der Pandemie zu überbrücken, sei auch Verdienst der Absolventen der Studienseminare. Es gelte, die initiierten Veränderungen weiterzuentwickeln.

Auch im Namen seiner Kollegen wünschte Knebel den Absolventen „einen guten Start in das Berufsleben“.