Referendariat bestanden

Gymnasiallehrer erhalten Abschlusszeugnis

Nach einem 18-monatigen "Corona-Referendariat" haben es die angehenden Gymnasiallehrer geschafft und feiern ihr Examen. Doch einfach war die Zeit nicht.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 25. Jan. 2022 | 09:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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  • 25. Jan. 2022 | 09:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

"Wir haben das Corona-Referendariat bestanden", sagt Tabea Thieken bei der Absolventenfeier des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien im Kreistagssaal. Zusammen mit 19 anderen angehenden Gymnasiallehrern hat sie das Referendariat trotz der Pandemie erfolgreich hinter sich gebracht. Und das war nicht immer einfach.

vollständig durchgetaktet oder Chaos-Seminra

Statt Präsenz-Unterricht gab es Unterricht per Videokonferenz, vor allem im zweiten Lockdown. Dabei gab es Seminare, die vollständig durchgetaktet waren, und Chaos-Seminare, bei denen keiner mehr wusste, wann es anfängt und was bis dahin erledigt werden sollte. Unterrichtsbesuche erfolgten eher digital und die Referendare hatten mit ständig wechselnden Referendariats-Anforderungen zu kämpfen. Hinzu kamen die Kontaktbeschränkungen.

ağrı Ürkmez: Wegen Corona in zwei Gruppen aufgeteilt

"Niemand hat mit einem Kaffee im Gemeinschaftsraum gewartet", berichtet ağrı Ürkmez. Gemeinsame Kneipentouren seien ausgefallen, dafür habe es "gesellige Abende per Zoom und einem Glas Wein" gegeben. "Schon unsere Einführungswoche haben wir pandemiebedingt in Teilgruppen erlebt. In Seminar-Gruppe A und B", erzählt der Absolvent. "Zu Beginn sogar mit zwei getrennten WhatsApp-Gruppen, die dann irgendwann mit der Hoffnung auf baldige gemeinsame Veranstaltungen zusammengelegt wurden. Leider nur auf WhatsApp."

Alle Pandemie-Herausforderungen angenommen

Doch die Absolventen, die Schule bisher nur unter Corona kennengelernt haben, haben alle Pandemie-Herausforderungen angenommen. Sie wissen nun auch, wie Videokonferenzen geleitet oder digitale Tools und digitale Endgeräte im Unterricht eingesetzt werden. Hoffentlich können sie nach Corona auch einmal den echten Schul-Alltag erleben.

Kay Knebel: Lob für Anstrengungsbereitschaft

Seminarleiter Kay Knebel lobt die Leistung der frisch examinierten Pädagogen: "Sie haben in den vergangenen Jahren eine sehr hohe Anstrengungsbereitschaft – in den letzten Monaten zudem eine ausgesprochen hohe psychische Widerstandskraft – gezeigt." Und dabei hätten die Referendare ihre Motivation nicht verloren. "Nun können Sie ihre Examenszeugnisse in den Händen halten."

Lehrkräfte nicht zu ersetzen

Am erfolgreichsten waren Mareike Misselhorn und Tabea Thieken. Misselhorn hat das Referendariat mit der Staatsnote 1,0 bestanden und Thieken mit einer 1,2.

"Ohne Sie geht es nicht. Sie sind die Lehrkraft und für die Schule, fürs Lernen, Lehren und für die Schüler nicht zu ersetzen", gibt Ausbilder Hans-Ulrich Wessel seinen Schützlingen noch mit auf den Weg.

Von Katharina Jäger

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