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Celle Stadt Corona und die Folgen für Familien
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Celler Erziehungsberatungsstelle steht Eltern in Coronakrise zur Seite

08:24 17.12.2020
Von Susanne Harbott
In der Coronakrise haben Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder – die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Celle klärt über die umfangreichen Hilfen auf.
In der Coronakrise haben Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder – die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Celle klärt über die umfangreichen Hilfen auf. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Celle

Die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises Celle unterstützt Eltern und Erziehungsberechtigte, die mit den Folgen einer Corona-Infektion oder Quarantäne zu kämpfen haben. „Wenn Sie in Quarantäne sind, wenn Sie sich angesteckt haben, Sie ein Baby oder Kleinkinder zu Hause haben und Hilfe benötigen – melden Sie sich bei uns“, macht die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle, Anja Werner, Betroffenen Mut, sich an sie zu wenden. Die Beratung kann auch anonym bleiben. Die Erziehungsberatungsstelle klärt mit den Familien, welche Hilfe in dieser Situation gebraucht wird, und unterstützt dabei, diese Hilfe auch unbürokratisch und zügig zu bekommen.

Vierzehn Tage können lang werden

„Zurzeit erleben wir in der Erziehungsberatungsstelle bemühte Mütter und Väter, die versuchen, ihre kleinen Kinder in dieser besonderen Zeit möglichst gut zu begleiten. Wenn sie oder ihre Kinder unter Quarantäne gestellt werden, ist die Situation besonders anstrengend. Wer kleine Kinder hatte oder auch hat, kann sich vorstellen, wie lang vierzehn Tage werden können, wenn bewegungsfreudige Kleinkinder sich ausschließlich innerhalb der Wohnung aufhalten dürfen“, berichtet Anja Werner.

Homeoffice ist für Alleinerziehende besonders anstrengend

Sind die Eltern „nur unter Quarantäne gestellt“ und nicht erkrankt, so erwarten viele Arbeitgeber, dass sie in dieser Zeit im Homeoffice tätig sind. Je kleiner die Kinder sind, desto weniger können sie verstehen, dass ihre Eltern zwar körperlich anwesend sind, sie ihnen aber nicht zur Verfügung stehen. Alleinerziehende müssen diese besonders anstrengende Zeit durchstehen, ohne sich in der direkten Verantwortung für die kleinen Kinder mit einer anderen erwachsenen Person abwechseln zu können ­– denn zusätzliche Unterstützungspersonen, wie beispielsweise die Oma, können ja nicht zum Einsatz kommen.

Babys und Kleinkinder können nicht Rücksicht nehmen

Es erkranken zunehmend auch jüngere Menschen. Nicht bei allen ist der Verlauf harmlos – unabhängig vom Alter und von der sonstigen körperlichen Konstitution kann durchaus eine ausgeprägte Symptomatik entstehen. Auch Schwangere und Eltern von Babys und Kleinkindern sind betroffen. Babys und Kleinkinder aber können keine Rücksicht nehmen. Sie sind angewiesen auf Erwachsene, die sie zuverlässig und zugewandt versorgen können – wie aber soll das in einer solchen Situation gehen?

Unterstützungsangebote oft unbekannt

„Es hat sich gezeigt, dass betroffene Mütter und Väter Unterstützungsangebote, die es auch in dieser besonderen Situation gibt, nicht unbedingt kennen“, sagt die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle. Oft besteht auch der Anspruch an sich, „es alleine schaffen zu können“. Die Erziehungsberatungsstelle bietet deshalb betroffenen Eltern kleiner Kinder Unterstützung in dieser besonderen Situation.

Die Erziehungsberatungsstelle ist unter Telefon (05141) 916 4400 erreichbar.

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