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Celle Stadt Diese Celler Läden gibt es nicht mehr
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Celle im Corona-Jahr: Diese Geschäfte gingen schon pleite

10:00 22.12.2020
Von Svenja Gajek
Traurig, aber wohl unvermeidbar: Diese Geschäfte in Celle Stadt und Landkreis mussten in den vergangenen Jahren schließen.
Traurig, aber wohl unvermeidbar: Diese Geschäfte in Celle Stadt und Landkreis mussten in den vergangenen Jahren schließen. Quelle: Oliver Knoblich (2) / David Borghoff / Benjamin Behrens / Montage: Svenja Gajek
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Celle

Einen Laden über Jahre aufrecht zu erhalten ist nicht einfach. Wenn dann auch noch eine globale Pandemie dazukommt, haben es die Betreiber doppelt schwer. Auch der Celler Kreis bleibt von dem Problem nicht verschont. Diese Geschäfte und Restaurants wurden bereits geschlossen oder sind von der Schließung bedroht.

Friseur Klier

Quelle: Jens Büttner

Der Umsatzeinbruch in der Coronakrise drückte Deutschlands größte Friseurkette Klier Anfang Dezember in die Insolvenz. Insgesamt ist die Zukunft von 1350 Klier-Salons und -Shops bedroht. Ob die Filiale an der Harburger Straße in Bergen schließen muss, ist noch nicht bekannt.

Modegeschäft La Donna

Quelle: Benjamin Behrens

Mit dem auf große Damengrößen spezialisierten Geschäft "La Donna" im Erdgeschoss des Trüller-Hauses an der Westcellertorstraße verliert Celle einen alteingesessenen Laden. Zum 31. Dezember steht die "coronabedingte" Geschäftsaufgabe an.

New Yorker

Quelle: Benjamin Behrens

Verliert Celle bald einen weiteren Modeladen? Dieses Mal dürften sich vor allem die Jüngeren ärgern: "New Yorker" an der Poststraße wird geschlossen, die Regale sind bereits leergeräumt. Bis 2006 war in dem Gebäude das Modegeschäft "Warg" untergebracht.

Arko

Quelle: Dagny Siebke

Ein Stich ins Herz aller Schleckermäuler: Die Confiserie "Arko" am Markt in Celle machte 2019 die Türen zu. Hussel am Großen Plan hingegen blieb. Geschäftsführer Patrick G. Weber sagte: "Die Entscheidung wurde rein aus wirtschaftlichen Gründen getroffen und wäre so auch unabhängig vom Zusammenschluss der Marken Arko und Hussel getroffen worden."

Bäcker Steinecke

Quelle: Oliver Knoblich

Die Filiale der Brotmeisterei Steinecke am Großen Plan in Celle hatte am 12. September dieses Jahres zum letzten Mal geöffnet. Das Unternehmen hatte 2018 auch eine Bäckerei am "Village-Marktplatz" eröffnet, "die unseren Kunden deutlich mehr Platz und Wohlfühlatmosphäre bietet", hieß es damals seitens der Bäckerei. Das Unternehmen nutzte das Auslaufen des Mietvertrages am Großen Plan, die hauseigene Konkurrenz zu verringern. "Die Mitarbeiter bleiben bei uns beschäftigt und sind zukünftig in unseren Filialen in der Bergstraße oder dem Real-Markt für unsere Kunden da", sagte eine Steinecke-Sprecherin.

Bell Mundo

Quelle: Oliver Knoblich

Warum musste die größte Cocktailbar in Celle bereits im Frühjahr dieses Jahres schließen? Am Standort habe es nicht gelegen, sagte der Betreiber Joachim C. Baron von Behr-Baerwald. Idyllisch lag das "Bell Mundo" direkt am Allerwehr. Es seien vielmehr persönliche Gründe, die eine Schließung notwendig gemacht hätten. Die Corona-Pandemie habe zu dem Entschluss beigetragen.

Birkenhof

Quelle: Oliver Knoblich

Eine Ära von 45 Jahren beruflicher Selbstständigkeit endete im Juni 2019: Adolf und Anna Marske haben den "Birkenhof" in Gockenholz geschlossen. Fast 45 Jahre Selbstständigkeit liegen hinter dem Ehepaar. Das Spezialitäten-Restaurant war eine Institution im Landkreis Celle. Lange haben die beiden einen Nachfolger gesucht und keinen gefunden. "Wir haben hier in den Jahren zahlreiche Köche und Restaurantfachkräfte ausgebildet", so Adolf Marske. "Für viele war der 'Birkenhof' ein Sprungbrett." Sie seien heute zum Teil Köche in Berlin oder Österreich.

Blickwinkel

Quelle: Oliver Knoblich

Manchmal gibt es ganz einfache Gründe für die Schließung eines Geschäftes: Augenoptikermeister Helmut Schulenburg fühlte sich zu alt, um seinen Laden fortzuführen. 23 Jahre lang sorgten er und seine Frau Elke im "Blickwinkel" an der Celler Mauernstraße dafür, dass die Menschen wieder gut sehen können. Im Februar dieses Jahres war es damit vorbei. Die Schulenburgs genießen nun ihren wohlverdienten Ruhestand.

Brasserie Noblesse

Quelle: Benjamin Behrens

Aus ist's mit der Brasserie Noblesse an der Schuhstraße in Celle seit September dieses Jahres. Die Brüder Dominik und Christopher Stresing richten dort eine Sportsbar ein. Das Frühstücksbuffet soll übernommen werden. Auf drei Fernsehern haben die Fans gute Sicht auf das Spielgeschehen. Die Betreiber wollen den Lokalsport unterstützen. Jeder, der ein gezapftes Bier bestellt, kann die Menge für "seinen" Sportverein eintragen lassen. Der Verein, für den am meisten bestellt wurde, bekommt zur Winterpause und zum Ende der Saison etwas geschenkt.

Café Rössli

Nach 26 Jahren schließt das Café und Hotel Rössli. Zuletzt schrieb der Gastronomiebetrieb in der Neuen Straße rote Zahlen, Corona war dann der Todesstoß. Quelle: Benjamin Behrens

Es war vermutlich schon vor Corona abzusehen: Nach 26 Jahren machte das Café und Hotel Rössli an der Neuen Straße in der Nähe des Celler Brandplatzes im Oktober dieses Jahres dicht. Die Pandemie spielte dabei eine entscheidende Rolle, auch wenn die Zahlen zuvor bereits nicht gut aussahen. "Wir haben da den Mut verloren", gab der Geschäftsführer Bernd Eder offen zu.

Landschlachterei Schröder

Quelle: David Borghoff

Keine Wurst direkt vom Tresen mehr bei der Landschlachterei Schröder an der Oppershäuser Straße in Lachendorf. Im Februar 2019 beschloss Inhaberin Manuela Schröder, aus gesundheitlichen Gründen kürzer zu treten. Damit ging eine Ära zu Ende, denn der Betrieb gehörte über 80 Jahre lang zum Dorfbild. Ein kleiner Trost: Schröder bietet weiterhin einen Partyservice, einen Imbisswagen und Essen auf Rädern an.

Mode-Boutique Paulina's

Quelle: Alex Sorokin (Archiv)

Es gibt immer weniger inhabergeführte hochwertige Modeläden in der Celler Innenstadt: Zum Jahresende 2019 schloss die Mode-Boutique "Paulina‘s" an der Prinzengasse. Inhaberin Elke Hornbostel berichtete: "Der Umsatz ist jährlich zurückgegangen. Die Cellerinnen scheinen zum Shoppen lieber nach Hannover oder Hamburg zu fahren."

Schreibwarengeschäft Haupt

Quelle: Oliver Knoblich

Ende 2019 war Schluss für das Schreibwarengeschäft "Haupt" an der Zöllnerstraße in Celle. Inhaber Wolfram Matthes und seine Frau begannen im November schweren Herzens mit dem Räumungsverkauf. "Das Geschäft ist unser Lebenswerk, das kann man nicht so einfach wegwischen", so Barbara Matthes. Erst kurz vor der Schließung hat das Ehepaar erfahren, dass ihr Traditionsunternehmen sogar noch einige Jahre älter ist, als ursprünglich angenommen, und wahrscheinlich bereits seit 1765 besteht.

Schuhkay

Quelle: Oliver Knoblich

Ende April dieses Jahres war es vorbei mit den Markenschuhen: "Schuhkay" an der Celler Zöllnerstraße schloss seine Türen. Nur vier Jahre konnte sich die Filiale dort halten. Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet und war von der Goal Beteiligungsgesellschaft übernommen worden. Zwei Monate zuvor hatte bereits "Schuh Eggers" am Großen Plan dicht gemacht.

Unseren Newsticker zum Coronavirus in Celle finden Sie hier.

Benjamin Behrens 22.12.2020
21.12.2020
Gunther Meinrenken 21.12.2020