Celle Stadt

CDU-Umfrage zur Schuhstraße: Mehrheit für Verkehr

Die Öffnung der Schuhstraße wird unter den Geschäftsleuten kontrovers diskutiert. Diesen Eindruck haben einige Kaufleute in der Vergangenheit erweckt. Eine Umfrage der CDU zeigt jetzt: Der Großteil ist für die Öffnung.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 16. Mai 2011 | 16:08 Uhr
  • 20. Juli 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 16. Mai 2011 | 16:08 Uhr
  • 20. Juli 2022
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Celle Stadt.

Als beim jüngsten Vorstoß zur Schließung der Rathaus-Umfahrung auch wieder die Öffnung der Schuhstraße zur Disposition gestellt wurde, wollte es Ortsbürgermeister Karsten Schröder (CDU) genau wissen. Zusammen mit Parteikollegen unternahm er eine Umfrage unter den Geschäftsleuten der einst abgehängten Einkaufsstraße. Das Ergebnis hat selbst ihn ein bisschen überrascht: Etwa 75 Prozent der ansässigen Geschäftsleute will, dass die Verkehrsregelung so bleibt, wie sie jetzt ist.

Gerade aus den Äußerungen einiger Ladeninhaber in der Vergangenheit, hatte sich in der Öffentlichkeit der Eindruck festgesetzt, dass die meisten Geschäftsleute mit dem Verkehr und den Parkplätzen vor der Tür nicht zufrieden sind. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Von den insgesamt 34 Kaufleuten in der Schuhstraße haben zwölf ihren Laden erst nach der Öffnung der Straße für den Verkehr aufgemacht. Und 9 von diesen sagen: Die Öffnung war ein Argument, das Geschäft in der Schuhstraße anzusiedeln.

Zudem: 74,36 Prozent sagen, dass die Verkehrsführung so bleiben soll. Ein Geschäftsmann möchte die Straße als Fußgängerzone haben und sechs Befragte möchten nur Radfahrer dulden und auch den Durchgangsverkehr draußen lassen. "Vor dem Hintergrund, dass wir gerade von Filialisten gar keine Antworten bekommen haben, aber wissen, dass in den Firmenzentralen oft Parkplätze und Verkehr sehr positiv gesehen werden, ist dieses Ergebnis umso erstaunlicher“, meinte Schröder, der zusammen mit sechs weiteren Helfern die Geschäftsleute in den Läden aufgesucht hatte und sich mit ihnen unterhalten hat. Es zeige sich, dass die Bewertung aller anders sei, als diejenige einzelner, die aber laut seien.

Dabei seien auch wertvolle Hinweise heraus gekommen, meinte der Ortsbürgermeister. Der wichtigste: "Viele sagen, dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern kommt. Hier muss sich die Verwaltung etwas einfallen lassen“, fordert Schröder.