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Celle Stadt Bis zu 40 Millionen für die Celler City
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Bis zu 40 Millionen für die Celler City
13:50 13.06.2010
Von Michael Ende
Vorschlag für die Abgrenzung des Sanierungsgebietes in der Celler Innenstadt.
Vorschlag für die Abgrenzung des Sanierungsgebietes in der Celler Innenstadt.
Celle Stadt

Eine ganze Menge zu tun gibt es in der Celler Innenstadt. Das haben Experten herausgefunden, die sich im Vorfeld einer Anmeldung für das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz – Innenstadt“ mit der historischen Struktur der City – oder was davon noch übrig ist – beschäftigt haben. „Wir haben städtebauliche Missstände gesucht“, erläuterte Peter Kranzhoff vom Stadtplanungs-Büro Cappel + Partner am Donnerstag, als ein Entwurf eines Celler Projekt-Pakets für das Förderprogramm in der Alten Exerzierhalle präsentiert wurde. Die Zuhörer – in der Mehrzahl aus Politik und Verwaltung – hörten, dass man Missstände in der Celler Altstadt nicht lange zu suchen braucht: Es gibt sie flächendeckend.

Sanierungsbedürftige Gebäude mit verfallenden historisch wertvollen mittelalterlichen Kellern, Obergeschossen und Hinterhöfen, Betonklötze wie das alte Karstadt-Parkhaus, die nicht ins City-Ensemble passen, Baulücken und Leerstände – die Handlungsbedarfs-Liste, die Kranzhoff anführte, war lang. Gestaltungsmängel in Passagen, City-Gassen mit dem heute eher abstoßenden Charme der Achtziger, schlechte Parkplatz-Aufteilung für Autos, fehlende Stellplätze für Fahrräder, eine nicht vorhandene direkte Verbindung zwischen Nordwall und Schuhstraße, brach liegende Hinterhoflandschaften gehörten auch dazu.

„Das ist jetzt wie ein erster Besuch beim Zahnarzt, wenn man furchtbar schlechte Zähne hat“, sagte Klaus von Ohlen vom Bausanierungsträger BauBeCon. Jetzt müsse ein Konzept zur Sanierung des attestierten Status erarbeitet werden. Seiner Einschätzung zufolge stünden Celles Chancen nicht schlecht, in Kürze eine Zusage für die Landesförderung zu erhalten – und die könnte „grob geschätzt“ ein Finanzvolumen von bis zu 40 Millionen Euro in zehn Jahren ergeben.

Über Zuschüsse aus diesem Topf könnten sich dann zum Beispiel auch renovierungswillige Eigentümer von Innenstadt-Immobilien freuen, sagte Stadtbaurat Matthias Hardinghaus: „Anfang Oktober soll in Hannover eine Entsscheidung über unsere Aufnahme in das Programm fallen.Ich bin da guter Hoffnung.“