Wohnen in Celle

Berkefeld-Wohnpark: Zurück zu altem Glanz

Der Berkefeld-Wohnpark in Celle ist etwas in die Jahre gekommen. Zwei Celler Investoren wollen die Anlage jetzt aufpolieren. Das sind ihre ambitionierten Pläne.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 12. Jan. 2022 | 17:34 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 12. Jan. 2022 | 17:34 Uhr
  • 12. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Grün schimmernde Fassaden, beklebte Briefkästen, zugewachsene Außenanlagen, abgewetzte Fußmatten – es sind Kleinigkeiten, an denen man erkennen kann, dass der Berkefeld-Wohnpark etwas in die Jahre gekommen ist. Jetzt soll die Anlage ihren alten Glanz zurückerhalten. Die Celler Investoren Jan von Hörsten und Stephan Stracke wollen den Wohnpark wieder aufpolieren.

Wohnpark von Ex-Schalke-Boss Clemens Tönnies gekauft

Die vor 30 Jahren auf dem ursprünglichen Gelände des gleichnamigen Celler Unternehmens gebaute Anlage ist in der Vergangenheit durch viele Hände gegangen. Zuletzt gehörte der Gebäudekomplex der Holding des ehemaligen Schalke-Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies. Anfang Oktober vergangenen Jahres kauften von Hörsten und Stracke den Wohnpark, mit Ausnahme der Blöcke, in denen ausschließlich Eigentumswohnungen untergebracht sind.

Kaum noch investiert worden

"In der Vergangenheit ist nur noch Geld rausgezogen worden, investiert wurde kaum noch. Die Hausverwaltung war nicht in Celle angesiedelt, einen festen Hausmeister vor Ort gab es nicht. So kann eine solche Anlage nicht funktionieren", sagt Stracke, der sich nun mit seiner im Wohnpark ansässigen Hausverwaltung um die Belange der Mieter kümmern wird.

Investoren Jan von Hörsten und Stephan Stracke in Celle verwurzelt

Nicht zum ersten Mal. Stracke war von Anfang beim Berkefeld-Wohnpark involviert, hatte sich schon einmal um die Hausverwaltung gekümmert. "Die Anlage ist sozusagen mein Baby. Hier wohnen noch Leute, mit denen ich damals die Mietverträge geschlossen habe", sagt Stracke, der mit von Hörsten schon zuvor geschäftlich verbunden war. Beide sind Geschäftsführer der Winsener Bauwerk GmbH. Aktuell planen Stracke und von Hörsten ein Alten- und Pflegeheim in Groß Hehlen .

Immobilie innenstadtnah und doch im Grünen

"Innenstadtnah, die Dammaschwiese und der Wald direkt vor der Haustür – wir halten den Wohnpark Berkefeld für eine der besten Wohnlagen in Celle überhaupt", erklärt von Hörsten das Engagement, das langfristig angelegt sei. "Wir werden das alles von links auf rechts drehen. Die Fassaden bringen wir auf Vordermann, an den Außenanlagen sind wir schon dran. Wenn Wohnungen leer stehen, werden wir sie vor einer Neuvermietung modernisieren. Dazu gehören neue Fußböden, Küchen und Badezimmer. Bei zwei Wohneinheiten sind wir schon zugange. Immerhin sind die Wohnungen nun auch schon 30 Jahre alt und nicht mehr auf dem neuesten Stand", so von Hörsten.

Investitionen von 500.000 Euro in drei Jahren vorgesehen

Die Heizungsanlage sei bereits 2019 modernisiert worden. "Darüber hinaus wollen wir versuchen, auch energetisch etwas zu machen", sagt von Hörsten. Zusätzlich soll ein neuer Fahrradschuppen gebaut werden, Ladestationen für E-Bikes und E-Autos stehen ebenfalls auf dem Plan. Als weiteren Service möchten die beiden Investoren das Gäste-Appartement wieder einrichten. Insgesamt wollen die beiden in den kommenden drei Jahren 500.000 Euro investieren.

Caf soll wiedereröffnet werden

Und natürlich möchten Stracke und von Hörsten das Caf, das im vergangenen Jahr geschlossen worden ist, wieder in Betrieb nehmen. "Das Caf war für den Berkefeld-Wohnpark und darüber hinaus ein großer Anziehungspunkt. Das möchten wir wiederbeleben", berichtet Stracke. Zuvor soll das Caf komplett saniert werden. "Mit potenziellen Betreibern führen wir bereits Gespräche", sagt Stracke.