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Celle Stadt Auch das noch: Sanierungsfall Bauhof
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Auch das noch: Sanierungsfall Bauhof
12:53 13.06.2010
Von Michael Ende
Fotos städtische Bauhöfe
Fotos städtische Bauhöfe Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Manchmal fällt den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs an der Neuenhäuser Straße die Decke auf den Kopf – und das nicht etwa, weil ihnen langweilig wäre. Nein: Tatsächlich lösen sich in einigen Gebäuden Teile der Decken, andere Bauten sind bereits wegen Einsturzgefahr aufgegeben worden. Dass sich hier eine Investition anbahne, lasse sich nicht länger wegdiskutieren, sagt Stadtbaurat Matthias Hardinghaus: „Seit 2004 ist neben der organisatorischen auch die bauliche Zusammenlegung des Grünflachen- und des Tiefbauamtes als Thema latent vorhanden.“ Immer wieder sei seitens der Verwaltung in Haushaltberatungen die Fusion der beiden Bereiche angesprochen worden, „aber es gab immer etwas, was wichtiger schien.“ Auch während der jüngsten Etatberatungen sei der Posten aufgetaucht: „Dieses Mal als Investition von zehn plus X Millionen.“ Da habe die Politik gestutzt, und zwar nachhaltig. Hardinghaus: „Ich denke, der Rat hat das Thema jetzt auf dem Radar.“

Man habe bereits nach Standortalternativen Ausschau gehalten, sei aber immer wieder auf das 20000 Quadratmeter große Areal an der Neuenhäuser Straße zurückgekommen, so Jens Hanssen, Fachbereichsleiter Technische Dienste: „Die Lage im Stadtgebiet passt einfach. Wir müssten nur klären, ob wir dort auch alles unterkriegen.“ Und Tabula rasa machen: „An der Neuenhäuser Straße muss erst einmal alles abgerissen werden.“ 10000 Quadratmeter groß ist die Fläche des Grünflächenamtes an der Lüneburger Straße, die nach einer Bauhof-Fusion in attraktives Bauland umgewandelt werden und so Geld in die Stadtkasse bringen könnte.

Rund 170 Mitarbeiter mit über 50 Fahrzeugen vom schweren Spezialtransporter bis zum Aufsitzrasenmäher unter einem Dach – so soll zusammen wachsen, was zusammengehört. Hanssen: „Wir wollen eine leistungsfähige neue Einheit schaffen, mit der wir wirtschaftlich arbeiten können.“ In der alten Struktur sei dies nicht möglich: „Was wir jetzt brauchen, ist der grundsätzliche politische Beschluss, dass wir diese Sache endlich anpacken.“

Auf einen Schlag werde man den neuen Bauhof keinesfalls aus der Erde stampfen können, so Hardinghaus: „Das wird ein Mehrjahres-Programm.“ Seit 2004 wurden im jetzigen Bauhof in Erwartung einer politischen Entscheidung für einen Neubau nur noch das Allernötigste repariert. Die Folge ist, dass jetzt die Politik kaum umhin kommen wird, einen Neubau in die Wege zu leisten. Ein Bild der maroden Bausubstanz an der Neuenhäuser Straße werden sich am 9. März die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen machen. Schutzhelme können sich die Politiker vor dem Betreten der Gebäude dann von denen leihen, die dort täglich arbeiten müssen.