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Celle Stadt Arbeitsmarktreformen größte Herausforderung für Genz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Arbeitsmarktreformen größte Herausforderung für Genz
15:29 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
Hans-Jürgen Genz geht in Altersteilzeit und Corinna Feltz-von Einem kommt
Hans-Jürgen Genz geht in Altersteilzeit und Corinna Feltz-von Einem kommt Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

2001 hat der heute 60-Jährige die Leitung des Celler Arbeitsamtes übernommen. Damals ahnte er noch nicht, dass er drei Jahre später mit der Umsetzung der Arbeitsmarktreformen vor die größte Herausforderung seiner Karriere gestellt wird. Der Namenswechsel von Arbeitsamt zu Agentur für Arbeit war da nur die geringfügigste Änderung: „Dahinter steht die Reform zu einem modernen Dienstleister auf dem Arbeitsmarkt“, so Genz. Besonders die Einführung der Hartz-IV-Reform habe dabei den Mitarbeitern einiges abverlangt. Daneben habe er immer einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die berufliche Weiterbildung gelegt, besonders für Langzeitarbeitslose. Bei dem Aufbau von Arbeitsgelegenheiten habe er stets darauf geachtet, dass diese nicht in Konkurrenz zur Wirtschaft standen und dabei Schwerpunkte im sozialen Bereich gesetzt. Vorzeigenswert sei in diesem Zusammenhang etwa das Kaufhaus „Fairkauf“.

Genz wird sich jetzt verstärkt um seine ehrenamtlichen Aufgaben kümmern. Im Juli wird er für ein Jahr dem Celler Rotary Club vorstehen. Auch seine Tätigkeit im Kirchenkreistag und Lobetalverein setzt der gebürtige Celler fort, der sich zudem künftig in der Bürgerstiftung engagieren will. Bei all dem bleibt noch Zeit für ein neues Hobby: „Ich werde mich jetzt mit der Bienenzucht beschäftigen“, meinte Genz, der auch mehr Zeit mit seinen drei Enkeln verbringen will.

Feitz-von Einem will mit Landkreis weiter kooperieren

Mit Corinna Feltz-von Einem steht nun eine Frau an der Spitze der Celler Agentur für Arbeit. Gestern wurde die 43-Jährige offiziell in ihr Amt eingeführt. Auf die Wirtschaftswissenschaftlerin warten große Aufgaben. Allen voran die Umorganisation der Grundsicherung.

CELLE. Der Celler Sonderweg bei der Organisation der Grundsicherung ist zu Ende. Die vor Ort praktizierte Lösung der getrennten Aufgabenwahrnehmung wird für den Gesetzgeber in Berlin bei der anstehenden Grundgesetzänderung keine Rolle mehr spielen. Die Frage ist nur, wie es weitergeht. Landrat Klaus Wiswe hat sich im Prinzip für die Optionslösung ausgesprochen, die neue Leiterin der Celler Agentur für Arbeit, Corinna Feltz-von Einem, würde die Zusammenarbeit mit dem Landkreis gerne fortsetzen.

Feltz-von Einem war gestern offiziell in ihre neue Position eingeführt worden. Bei dieser Gelegenheit äußerte sie sich auch zu den anstehenden Umstrukturierungen. „Die bisher enge und erfolgreiche Kooperation mit dem Landkreis Celle bei der Frage der Umsetzung der Grundsicherung hat gezeigt, dass beide Seiten über wertvolle Stärken und Kompetenzen verfügen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir das konstruktive Miteinander auch künftig in einer gemeinsamen Lösung fortsetzen“, so die Wirtschaftswissenschaftlerin, die in den vergangenen vier Jahren die Arbeitsagentur Helmstedt geleitet hatte.

Feltz-von Einem wird schon bald Gespräche mit dem Landkreis führen, „der letztlich das Entscheidungsrecht hat“, so die 43-Jährige, für die eine Fortführung der erfolgreichen Kooperation und das, was jetzt in gesetzliche Form gegossen wird, „vielleicht auch leichter umzusetzen ist, als sich jetzt wieder auseinander zu dividieren““, meinte die gebürtige Hannoveranrin.