Bau auf Allerinsel 2021

Allerbrücke wird Highlight des neuen Wohngebiets

Im nächsten Jahr erhält Celle eine zusätzliche Allerbrücke. Sie wird das Highlight des geplanten Wohngebiets auf der Allerinsel. Und es entsteht noch viel mehr.

  • Von Michael Ende
  • 18. Nov. 2020 | 17:36 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Michael Ende
  • 18. Nov. 2020 | 17:36 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Sie wird der Clou des neuen Wohngebiets auf der Allerinsel: die Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Hafen und Speicherstraße über die Mühlenaller. Die Verbindung soll für kurze Wege zum Bahnhof sorgen und das neue Quartier für Pendler noch attraktiver machen. 2021 solle mit einigen Jahren Verzögerung endlich der Bau der Brücke in Angriff genommen werden, so Stadtbaurat Ulrich Kinder.

500.000 Euro für neue Brücke über Aller eingeplant

Rund eine halbe Million Euro solle die neue Brücke kosten, sagt Kinder, der den Bau eigentlich schon für 2018 vorgesehen hatte. Dass sich die Allerinsel-Planungen nun aus einer Vielzahl von Gründen um ein paar Jahre verschoben habe, bedeute allerdings keinesfalls, dass sie komplett über den Haufen geworfen worden seien, betont der Stadtrat und reagiert damit auf Vorwürfe des Grünen-Ratsfraktionsvorsitzenden Bernd Zobel , der sich darüber beklagt hatte, dass von der ursprünglichen Planung für die Insel "nicht mehr viel übrig" sei. Zobel hatte von der Verwaltung mehr Transparenz hinsichtlich der Zukunftspläne gefordert.

Oberbürgermeister Jörg Nigge spricht von "Jahrhundertchance"

"Ausschussbesuch hat macht klug“, kontert Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU). Schließlich werde in nahezu jeder Sitzung des Bauausschusses unter der Überschrift „Sachstand der Sanierungsgebiete“ berichtet, auch mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen. „Von daher kann ich Herrn Zobel nur dringend empfehlen, dort einmal selbst hinzugehen oder sich beim Fraktionskollegen Stephan Ohl zu informieren.“ Die Entwicklung der Allerinsel sei eine "Jahrhundertchance", so Nigge: "Dass dies nicht über Nacht passiert, dürfte jedem sachlich Denkenden klar sein. Um dieses Quartier werden uns künftig viele beneiden."

Auch sozialer Wohnungsbau auf Allerinsel

Selbstverständlich bleibe es bei der Errichtung von attraktiven Wohnbauflächen auf der Allerinsel. „Hier wird wirklich an alle gedacht. Ich möchte, dass jeder Interessent hier ein entsprechendes Angebot findet“, so Nigge. Insbesondere der zweite Bauabschnitt nördlich der Hafenstraße, für den derzeit ein städtebaulicher Wettbewerb in Vorbereitung ist, solle individuellere Wohnmöglichkeiten bis hin zum geförderten Wohnungsbau aufzeigen.

Jugendherberge und Kita sollen entstehen

Insgesamt entstehe hier ein lebendiges und abwechslungsreiches neues Stadtquartier am Wasser, so Kinder: „Wie Herr Zobel darauf kommt, dass für den zweiten Bauabschnitt nur der Fest- und Parkplatz, aber unter anderem keine Jugendherberge und kein Rundweg mehr geplant seien, ist mir schleierhaft.“ Denn gerade im Freizeit- und Erholungsbereich hätten die Planer einiges im Köcher: das Hafengelände, das „Haus der Vereine“, den Yachtclub, ein am Nordarm neu gestalteter "Allerauenpfad" und die Ertüchtigung der Theo-Wilkens-Halle. Kinder: "Daneben finden Gespräche mit der Jugendherberge statt, und auch eine Kindertagesstätte wird nicht fehlen."

Rundweg um Allerinsel weiter geplant

Selbstverständlich soll auch der Rundweg um die Allerinsel geschaffen werden. Das sei allerdings – wegen der Interessen privater Eigentümer – nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, sagt der Stadtbaurat: „Und Herr Zobel muss sich wirklich keine Sorgen machen, denn auch das neue Quartier Los 2 am Hafen wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht."