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Celle Stadt Allerinsel: Hochwasserschutz hat Priorität
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Allerinsel: Hochwasserschutz hat Priorität
18:00 25.06.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

Nach den jüngsten Querelen um den geplanten Ausbau der Allerinsel und dem Ratsbeschluss zum Rahmenplan kommt das 30-Millionen-Euro-Projekt, für dessen Förderung das Land bereits 23 Millionen Euro zugesagt hat, jetzt in Tritt. In dieser Woche hat sich der Arbeitskreis (AK) „Stadtumbau West Allerinsel“ zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengefunden. AK-Vorsitzendes ist der neue Vorsitzende des städtischen Planungs- und Bauausschusses, Axel Fuchs (CDU). Stellvertretender Vorsitzender des Gremiums aus Politikern, Verwaltungsfachleuten und Vertretern betroffener Vereine und Verbände ist Stadtbaurat Matthias Hardinghaus.

„An sich ist ein Sanierungsgebiet wie Allerinsel ein Geschäft der laufenden Verwaltung, aber die Erfahrungen aus dem Sanierungsgebiet Neustadt haben gezeigt, dass ein Arbeitskreis sehr gut funktionieren und unterstützen kann“, so Hardinghaus. Den AK Neustadt leitet ebenfalls Fuchs – noch, wie er sagt: „Ich könnte mir vorstellen, dass ich mich auf die Arbeit zur Allerinsel konzentrieren werde.“ Der AK Allerinsel habe den Auftrag, den Rahmenplan mit Leben zu erfüllen, so Hardinghaus: „In diesem Rahmenplan müssen wir uns bewegen.“ Zunächst einmal stehe die „Verheiratung von Hochwasserschutz und Freiraumplanung“ auf der Agenda: „Wir haben uns vorgenommen, bis zum Ende des Jahres die Planungsunterlagen für de Hochwasserschutz zu erarbeiten.“

Gleichzeitig werde man die Freiraumgestaltung für den „Allerauen-Park“ am Flussufer, die Planung für das Hafenbecken sowie für das Wohnen südlich des Hafenbeckens ins Auge fassen, so Hardinghaus. „Wenn alles glatt läuft und wir auf Ideallinie bleiben, können wir 2012 mit den Arbeiten für den Hochwasserschutz und dem Landschaftsbau beginnen.“ Bis man die Wohnbebauung konkret in Angriff nehmen könne, würden also noch mehrere Jahre vergehen. Klar sei auch, dass der Rahmenplan im Laufe des jetzt angeschobenen Prozesses „immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls auch modifiziert“ werden müsse, so der Stadtbaurat. Das gelte auch für die Frage des Parkraums auf der Insel: „Wenn wir uns damit befassen, dann werden wir hoffentlich schon eine Menge geschafft haben.“