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Celle Stadt Adasch kritisiert sonntägliche „Kontrollwut“ der Stadt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Adasch kritisiert sonntägliche „Kontrollwut“ der Stadt
15:20 13.06.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

„Seit 2009 ist klar, dass Städte mit dem Signet Ausflugsort an 40 Sonntagen im Jahr mit offenen Geschäften Touristen, Besucher und Kunden locken können, und auch Celle mit seiner Innenstadt bedient sich dieses Vorteils“, so Adasch. Zwar sind die anzubietenden Waren und die Dauer der Öffnung reglementiert, trotzdem böte sich im Schatten des Celler Schlosses genügend, um auch an Sonntagen eine zusätzliche Attraktivität zu bieten. „Aber statt gemeinsam – Einzelhandel und Stadtverwaltung – diesen Vorsprung gegenüber anderen Städten in der Region nach Kräften zu nutzen, ergeht sich die Stadt wiederholt in übertriebener Weise in Kontrollwut und schlägt mit der Keule Bußgeld um sich. Dass so wenig Händler Interesse an der zusätzlichen Geschäftsöffnung haben und dadurch die gesteigerte Attraktivität Celles wieder gemindert wird, ist doch nicht verwunderlich,“ fasst Adasch die augenblickliche Situation zusammen.

Er geht noch einen Schritt weiter und fordert die Stadt auf, ihr Vorgehen kritisch zu überprüfen. „Eine Stadtverwaltung hat sich mittlerweile auch als Service-Institution zu begreifen.  Und so muss das Ziel sein, die betreffenden Einzelhändler zu beraten, Informationen bereitzustellen und mit ihnen und dem Citymanagement alle Möglichkeiten konstruktiv zu nutzen. Mit kleingeistigem Denken und Strafen werden wir Celle nicht positiv darstellen und voranbringen können,“ ist er sich sicher. Gerade in dieser ersten Phase der Gestaltung des „Ausflugsortes“ hätte er sich einen „unterstützenden, sensiblen“ Umgang mit den Einzelhändlern gewünscht: „Denn schließlich sind neben anderen sie es, die unsere Stadt interessant, abwechslungsreich, attraktiv und lebenswert machen. Damit dies so bleibt, muss im Rathaus schnellstens umgedacht werden.“