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Celle Ortsteile Weiter Krach um Straßensperrung in Lachtehausen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Weiter Krach um Straßensperrung in Lachtehausen
14:59 13.06.2010
Von Oliver Gatz
Durchfahrt verboten: Busse fahren die Haltestelle im Osterkamp nicht mehr an. Die Ausfahrt ist nicht mehr möglich.
Durchfahrt verboten: Busse fahren die Haltestelle im Osterkamp nicht mehr an. Die Ausfahrt ist nicht mehr möglich. Quelle: Peter Müller
Lachtehausen

Die Fronten zwischen dem Landwirt Henning Meine aus Lachtehausen und der Stadt Celle bleiben verhärtet. Im Streit um unerlaubt durch ein Naturschutzgebiet verlegte Wasserleitungen in der Lachteniederung auf Meines Grund und Boden untersagt der Bauer weiterhin aus Protest dem öffentlichen Verkehr die Nutzung seines Privatweges im Osterkamp. Nach einer Sperrung des Straßenstücks hat er nun die Schilder „Durchfahrt verboten“ und „Sackgasse“ aufgestellt.

Die Busse der CeBus können somit die Haltestelle in unmittelbarer Nähe des Privatweges wegen fehlender Wendemöglichkeit nicht mehr anfahren. Daraufhin hatte das Verkehrsunternehmen an der Wittinger Straße in Richtung Celle eine Haltestelle eingerichtet.

„Derzeit ist von uns keine neue Haltestelle in Lachtehausen geplant, da wir, mangels Wendemöglichkeit an anderer Stelle im Ort, keine Möglichkeit einer Fahrwegsverlegung sehen“, sagte CeBus-Geschäftsführer Stefan Koschick. Der Wunsch einiger Fahrgäste, die Haltestelle in der Wittinger Straße in die Lachtehäuser Straße zu verlegen, um den Fahrgästen das Überqueren der Wittinger Straße zu ersparen und auch näher an den Ortskern zu gelangen, sei von der Verkehrssicherheitskommission mit Verweis auf starken Lkw-Verkehr, abschüssiges Gelände, fehlende Beleuchtung und die Nähe zum Kurvenbereich abgelehnt worden.

Meine hingegen sieht Wendemöglichkeiten für Busse im Bereich des Friedhofes. Dort könne die CeBus durchaus eine Haltestelle einrichten, sagte er. Ortsbürgermeister Helmut Schmidt (CDU) spricht von einer „unglücklichen Situation“. Er hat der Stadt vorgeschlagen, die tropfenförmige Insel im Osterkamp zu einem Rondell umzubauen, um Bussen dort das Wenden zu ermöglichen. Anwohner hätten ihn auf die unbefriedigende Situation angesprochen, schriftliche Proteste habe er aber nicht erhalten.

Wegen des Verstoßes gegen Naturschutzvorschriften droht Meine nach eigenen Angaben ein Bußgeld in Höhe von 4000 Euro. Die Stadt hofft, bis Ende April den Streit mit ihm beilegen zu können. „Wir hoffen immer noch auf eine Kompromisslösung“, sagte Stadtsprecherin Myriam Meißner. Dem Landwirt seien verschiedene Optionen aufgezeigt worden. „Wir sind derzeit mit allen Beteiligten im Gespräch. Unser Anliegen ist dabei, sowohl mit Herrn Meine als auch mit dem Unterhaltungsverband Lachte Lösungen zu finden, die der Entwicklung des Naturschutzgebietes und dem Gewässerlauf der Lachte nicht entgegenstehen, aber auch den Bedürfnissen des Landwirts gerecht werden.“