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Celle Ortsteile Mende soll „Tsellis“ zur Chefsache machen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Mende soll „Tsellis“ zur Chefsache machen
14:30 13.06.2010
Von Michael Ende
Altencelle

Wie die Celler SPD-Ratsfrau Amei Wiegel erwarte er, dass die Stadt Celle hinsichtlich der Koordinierung weiterer Forschungen aktiv werde: „Ich teile ganz ausdrücklich die Forderung von Frau Wiegel und anderen, dass die Stadtverwaltung nun endlich den Fortgang der archäologischen Forschung organisiert und die angebotene Hilfestellung und die in Aussicht gestellte Förderung des Landes Niedersachsen in Anspruch nimmt.“

Mit ihrer Kritik an Stadtbaurat Matthias Hardinghaus und dem Altenceller Ortsbürgermeister Otto Stumpf (CDU) mache es sich Wiegel allerdings zu leicht und lenke „eigentlich nur ab“. Adasch: „Wie verhält es sich mit der Richtlinienkompetenz des Oberbürgermeisters? Auch Herr Mende hat an dem Gespräch mit dem Staatssekretär in Hannover teilgenommen. Er als Chef der Verwaltung ist hier gefordert.“

Genau dieser Meinung ist auch Stumpf, der seit der Entdeckung von „Tsellis“ als eine treibende Kraft in Sachen Erforschung gilt, als einer, der aus dem Rathaus nicht ohne weiteres auf Unterstützung zählen kann. Von Anfang an habe er gegen Inkompetenz und Desinteresse ankämpfen müssen, so Stumpf, der sich über den jüngsten Angriff Wiegels ganz besonders ärgert: „Beim Gespräch Ende November im Ministerium sind der Oberbürgermeister und seine Adlaten überhaupt nicht vorbereitet gewesen. Sie und auch Frau Wiegel haben überhaupt nichts zum Fortgang der Sache beigetragen. Und mir dann so zu kommen, mir vorzuwerfen, ich sei untätig – das ist wirklich eine Unverschämtheit. Ich erwarte eine Entschuldigung von Frau Wiegel.“

Falls sich im Rathaus niemand ernsthaft für das Vorantreiben der „Tsellis“-Forschung begeistern könne, wüsste er einen Kandidaten, so Stumpf: „Wenn man mir den Auftrag und die Vollmachten geben würde, wäre ich bereit, Tsellis nach vorn zu bringen.“