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Celle Ortsteile Konzert klingt mit Moment der Ruhe aus
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Konzert klingt mit Moment der Ruhe aus
15:01 13.06.2010
Von Maren Schulze
Westercelle

WESTERCELLE (cz). Das vom jüngeren Bruder Joseph Haydns im Jahre 1771 komponierte Requiem, mit dessen Aufführung der Westerceller Kirchenchor seinen guten Ruf als kleiner, aber leistungsfähiger Konzertchor mit außergewöhnlichem Repertoire bestätigte, erklang in Celle zum ersten Mal. Gemeinsam mit einem Instrumentalensemble aus Celler Musikern, den Vokalsolisten Sandra Graß (Sopran), Viola Kremzow (Alt), Ernst-Georg Hormann (Tenor) und Ralf Mühlbrandt (Bass) und dem Chor gelang es Almut Höner zu Guntenhausen eine beeindruckende Intensität zu erzeugen. Ähnlichkeiten mit dem zwanzig Jahre später entstandenen berühmten Requiem in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart, der das Werk von Michael Haydn in seiner Zeit als erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg kennen gelernt hatte, waren mehrfach erkennbar.

Zur Einleitung des Konzertes erklangen in der vollbesetzten Christuskirche zunächst drei Choralsätze aus der Motette „Jesu, meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, sowie eine Choralbearbeitung von Felix Mendelsohn-Bartholdy ebenfalls über „Jesu, meine Freude“ für Solo-Quartett und Orchester. Den Höhepunkt bildete jedoch zweifelsohne das Haydnsche Requiem, das von allen Beteiligten mit viel emotionalem Ausdruck umgesetzt wurde. Die dadurch entstandene Atmosphäre, die gut in die stille Zeit zum Ende des Kirchenjahres passte, hielt sich auch über die letzten Takte hinaus in einem ergreifenden Moment der Ruhe und Besinnlichkeit. Die einsetzenden Kirchenglocken ließen dieses besondere Konzert schöner ausklingen, als es ein hoch verdienter Applaus vermocht hätte.