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Celle Ortsteile Hüppe: Selbstständigkeit Behinderter stärker fördern
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Hüppe: Selbstständigkeit Behinderter stärker fördern
13:14 13.06.2010
Von Oliver Gatz
Altencelle

Die Entscheidung darüber, ob das Ehepaar diesen Schritt gehen kann, ist noch nicht gefallen. Der Heim-Psychologe muss erst noch grünes Licht geben. Thomas und Astrid Trebchen sind geistig behindert und arbeiten in der Lobetal-Werkstatt. Beide sind zuversichtlich, dass sie eines Tages ihre Pläne in die Tat umsetzen können.

Hüppe – selbst Vater eines behinderten Kindes – sah sich auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Henning Otte die Einrichtung an. „Wir brauchen mehr Gemeinschaft“, sagte der Behindertenbeauftragte. Damit bezog er sich auf die Bemühungen, Betroffene nicht nur in geschlossenen Einrichtungen zu versorgen, sondern sie so weit wie möglich ins Leben Nichtbehinderter einzubeziehen. Die Gesellschaft müsse ihre Anstrengungen verstärken, die Selbstständigkeit Behinderter zu fördern.

Als CDU-Politiker regte er an, nicht nur Eingliederungszuschüsse zu zahlen, wenn Behinderte die Arbeit in einem Betrieb aufnehmen, sondern langfristige Zuschüsse in Form von Kombilöhnen zu erwägen. „Die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben ist Menschenrecht“, verwies Hüppe auf die in Deutschland bereits ratifizierte UN-Behindertenkonvention. „Die Betroffenen müssen nicht mehr um alles betteln, sondern haben einen Anspruch darauf“, sagte er. Als Beispiel nannte er die Barrierefreiheit.

Otte lobte das Lobetal-Engagement als „hochprofessionell“ und „segensreich“ und lud den Heimbeirat zu einem Besuch nach Berlin ein.